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Produktion und Förderung

Preise am Bodenmarkt steigen weiter

von , am
06.06.2012

Die ersten Länder-Auswertungen zu Verkäufen von Agrarland in Hessen und in Sachsen-Anhalt liegen vor. Bisher waren für 2011 nur die Ergebnisse der BVVG mit enormen Preissteigerungen in den ostdeutschen Ländern bekannt.

Der Boden wird teurer. Den durchnittlichen Verkehrswert gibt die BVVG für 2014 mit 19.730 Euro je Hektar an. © Mühlhausen/landpixel
Für Hessen zeigen die Angaben des Statistischen Landesamtes einen Anstieg um 323 Euro pro Hektar (€/ha) , das sind plus 2,6 Prozent (%) gegenüber dem Vorjahr. 2011 betrug der durchschnittliche Kaufwert in Hessen 12.822 €/ha. Damit liegt das Bundesland deutlich unter dem westdeutschen Durchschnitt. Allerdings gibt es auch hier Landkreise mit höheren Durchschnittspreisen, ja der gesamte Regierungsbezirk Darmstadt erreicht durchschnittlich 20.379 €/ha, während im Regierungsbezirk Kassel nur 9.605 €/ha gezahlt wurden.
 
Spitzenreiter unter den Kreisen mit mehr als 50 ha Verkaufsfläche ist der Hochtaunuskreis mit 37.904 €/ha. Im Main-Taunus-Kreis wurden – bei allerdings nur 38 verkauften Hektar ein Durchschnittspreis von enormen 74.501 €/ha erzielt. Der niedrigste Preis musste im Kreis Vogelsberg mit 5.810 €/ha gezahlt werden.

Steigende Preise auch in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt dagegen stieg der durchschnittliche Kaufwert von 8.264 €/ha im Jahr 2010 auf 9.736 €/ha 2011. Das ist eine Steigerung um 17,8 % oder 1.472 €/ha. Damit hält das hohe Tempo des Anstieges der Bodenpreise – wie es schon aus den 2011er Ergebnissen der BVVG erkennbar ist – auch weiter an. Spitzenwerte werden im Kreis Börde (13.764 €/ha), im Salzlandkreis (12.628) und im Saalekreis (11.515) erreicht. Hier sind auch die Bodenbonitäten am höchsten.
 
Der niedrigste Kaufwert wird im Kreis Jerichower Land mit 4.045 €/ha verzeichnet. Der Umfang der verkauften Flächen ist in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, beträgt aber immer noch 11.279 ha. Das sind 3,61 ha je Verkaufsfall. In Hessen wurden 2011 nur 4.126 ha gehandelt. Die durchschnittliche Fläche je Verkauf liegt bei 0,93 ha.
 
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