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Produktion und Förderung

Preise für Phosphor-Dünger steigen

von , am
15.04.2013

Phosphordünger (DAP/MAP) hat sich am Weltmarkt im März verteuert. Grund war die anziehende Nachfrage aus Südamerika. Auch die Europäer mussten ihren Phosphordünger teurer bezahlen.

Die Nachfrage nach P-Dünger zieht kräftig an, doch viele Läger in Europa sind leer. © landpixel
Im März lag der internationale Indikatorpreis für DAP-Dünger an den Verladehäfen am US-Golf bei 507 USD/t. Im Vergleich zum Februar war dies ein Preisanstieg von rund fünf Prozent. Bis dahin waren die Preise von Monat zu Monat gefallen.

Nachfrageschub aus Südamerika

Anlass für den Anstieg der internationalen Spotmarktpreise für DAP/MAP-Dünger im März war die spürbar anziehende Nachfrage aus Südamerika. Aus den gleichen Gründen zogen offenbar auch die Verkaufspreise in Nordafrika und bei Exporteuren der ehemaligen Sowjetunion an.

DAP auch in Europa teurer

Aus Russland beziehen auch die Europäer einen Teil ihres Phosphordüngers. Dort stiegen die Exportpreise für DAP-Dünger bis Ende März auf 565 bis 570 US-Dollar (einschließlich Fracht).
 
Auch an den deutschen Importhäfen hatte sich DAP-Dünger im letzten Monat verteuert. Während die Preise im Februar noch bei etwa 430 Euro/t lagen, kletterten die Kurse bis Anfang April auf 450 bis 455 Euro/t.

China verkauft nach Brasilien

Händler berichten auch über zunehmende Lieferungen von MAP-Dünger aus China nach Brasilien. Diese konkurrieren insbesondere mit den Angeboten aus Nordamerika und könnten für zunehmenden Preisdruck sorgen.

US-Preise bröckeln trotzdem

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Etwas überraschend ist, dass die Preise für DAP/MAP-Dünger am US-Binnenmarkt im März bis in den April hinein weiter rückläufig waren. So lagen die Großhandelspreise für DAP- Dünger in den USA im Februar bei etwa 625 USD/t, im März bei 619 USD/t und im April bei 615 USD/t. Ähnlich war die Entwicklung bei MAP. Damit ist in den USA auch bei Phosphordünger der erwartete Nachfrageschub ausgeblieben.
 
Die weitere Preisentwicklung wird nach Meinung von Analysten auch vom weiteren Einkaufsverhalten des TOP-Importeurs Indien abhängen. Hier rechnet man jedoch nicht vor Mai mit einer Rückkehr der Inder an die internationalen Märkte.
 
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