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Produktion und Förderung

Ratgeber: So klappt die Öffentlichkeitsarbeit

© landpixel
von , am
12.01.2015

Öffentlichkeitsarbeit soll informieren, aufklären und motivieren. Ohne Konzept und gute Vorbereitung wird es schwer. Wichtige Tipps zum Thema Öffentlichkeitsarbeit im Überblick.

© DBV
Tierquälerei, Umweltverschmutzung, Pferdefleisch usw.. Skandale kreisen in den Köpfen der Verbraucher. Mit einer guten Presse und Öffentlichkeitsarbeit haben Landwirte eine Chance, die Bilder ins rechte Licht zu rücken. Gut vorbereitet in die Offensive gehen - das ist die Devise. Jedes Schild auf dem Feld oder am Straßenrand, die eigene Internetseite, das Hoffest oder Gespräche mit Journalisten, das alles sind Instrumente der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Für die Verbraucher präsent sein

Eine gute Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit wirkungsvoll zu präsentieren und seine Bekanntheit zu erhöhen, ist die eigene Internetseite oder eine digitale Visitenkarte mit den wichtigsten Kontaktdaten ins Internet zu stellen. Allerdings nützt es nichts, eine Internetseite online zustellen, die nicht aktuell ist. Sinnvoll ist ein Onlineauftritt vor allem dann, wenn Sie etwas für Verbraucher anbieten, zum Beispiel "Urlaub auf dem Bauernhof". Fakt ist, dass interessierte Verbraucher, Nachbarn, Berufskollegen und Journalisten im Internet recherchieren und gelungene Websites zu schätzen wissen.

Betriebsbesichtigungen gut vorbereiten

Neben der Präsenz im Internet zählen auch Betriebsbesichtigungen zur Öffentlichkeitsarbeit. Auch diese sind aufwendig und benötigen eine gute Vorbereitung. Bevor Berufskollegen, Studenten, Kindern oder auch Journalisten auf den Betrieb kommen, sollte klar sein, welches Bild vermittelt werden soll. Themen-, Ablauf- und Zeitplan sollte vorher klar sein. So unterschiedlich wie die Besucher sind, so verschieden sind auch die Vorkenntnisse. Besondere Anpassung ist bei Schul- und Kindergartenkindern gefragt. Kommen Verbraucher auf das Betriebsgelände lassen sich Diskussionen und kritische Fragen kaum vermeiden. Da hilft eine gute Vorbereitung mit schlagenden Argumenten. Wichtig ist es zu prüfen, ob die Betriebshaftpflicht Unfallrisiken von Besuchern abdeckt.

Der Presse die Fakten liefern

Im Umgang mit der Presse ist es wichtig in die Offensive zu gehen. Eine Pressemappe mit den wichtigsten Zahlen und Fakten, hilft Fehler zu vermeiden. Jedem Journalist hilft es, wenn er alle wichtigen Daten "Schwarz auf Weiß" bekommt. Denn auch er ist daran interessiert, dass in seinem Artikel alle Zahlen und Zusammenhänge stimmen. Es sei denn, die Presse will bewusst missverstehen oder Aktionsgruppen missbrauchen den Betrieb für ihre Zwecke. In diesem Fall hilft eine sofortige Reaktion - die von einer Gegendarstellung bis zur Unterlassungsklage reichen kann.

Hoffeste je nach Zielgruppe planen

Ein Klassiker der Öffentlichkeitsarbeit sind auch die Hoffeste, die viele von Ihnen regelmäßig veranstalten. Hier besteht die Möglichkeit, direkt mit Verbrauchern ins Gespräch zu kommen. Mit einem gelungenen Hoffest kann man aber nicht nur die Verbraucher erreichen, sondern auch langjährige Kunden pflegen oder neue dazu gewinnen. Allerdings sollte das Hoffest immer unter einem bestimmten Motto laufen. Soll zum Beispiel die Saison eröffnet, ein neuen Hofladen beworben oder ein Jubiläum gefeiert werden? Steht das Thema, steht auch die Zielgruppe. Kunden und Verbraucher sind gemeinsam nur schwer unter einen Hut zubekommen. Das Tagesprogramm und die Werbung sollte auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt werden.

Mitarbeiter gut informieren

"PR begins at home". Gemeint ist damit die interne Öffentlichkeitsarbeit. Die, die im Betrieb bzw. zu Hause beginnt. Interne Öffentlichkeitsarbeit richtet sich ausschließlich an das eigene Personal. Wer denkt, dass diejenigen, die im Betrieb arbeiten, immer am besten informiert sind, der irrt. Die interne Kommunikation funktioniert in den wenigsten Unternehmen. Ziel ist es, die Motivation und die Leistungsbereitschaft durch Transparenz und Wissensvermittlung zu steigern. Die Mitarbeiter sollten über Strategie und Ziele des Unternehmens Bescheid wissen. Aktuelle Ergebnisse, Produkte und Entwicklungen kennen und wissen, wer die wichtigsten Partner sind. Denn Mitarbeiter sind Multiplikatoren. Sie können in Gesprächen mit Dritten qualifizierte Inhalte weitergeben.
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