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Produktion und Förderung

Ratgeber: So klappt's mit der Betriebsgemeinschaft

von , am
28.05.2015

Die Gründung einer Betriebsgemeinschaft bringt viele Vorteile mit sich. Insbesondere für Nebenerwerbslandwirte kann eine Zusammenarbeit mit anderen Betrieben arbeits- und kostenentlastend sein.

Zwei Betriebe können Landmaschinen gemeinsam nutzen. Wichtig sind dabei klare Abmachungen für die Reparatur. © Mühlhausen/landpixel
Die Kosten für neue Landmaschinen werden immer höher. Die Arbeit wird oft nicht weniger. Wenn neue Aufgaben dazukommen, kann im Nebenerwerb die Arbeitsbelastung auf dem Betrieb schnell zu viel werden. "Eine Lösung für Kleinbetriebe kann eine Zusammenarbeit sein", sagt Ulrich Straub von der schweizerischen Beratungszentrale Agridea. Hilfe aus der Nachbarschaft, Maschinen-, Betriebszweig- und Betriebsgemeinschaften sind Möglichkeiten für Landwirte, um zusammenzuarbeiten.

Drei Arten von Betrieb-Kooperationen

  1. Arbeitskräfte teilen:Zwei Betriebe teilen sich zum Beispiel eine angestellte Arbeitskraft.
  2. Maschinen gemeinsam nutzen: Voraussetzungen dafür sind klare Abmachungen für Miete und Reparatur.
  3. Betriebsgemeinschaft gründen: Die engste Art der Zusammenarbeit ist eine Betriebsgemeinschaft. "Sie bringt viele Vorteile und wenig Nachteile", sagt Straub. Die Gemeinschafter können die Vorteile nutzen: Ihre Maschinen sind besser ausgelastet und sie können sich die Arbeit teilen. Wenn man einen Arbeitsplan aufstellt, gibt es "echte freie Tage".

Kommunikation ist das A und O

  1. Die Gründung einer Betriebsgemeinschaft sollte zuerst in der Familie diskutiert werden. Dann kann man mit einem möglichen Partner ins Gespräch kommen.
  2. Man sollte nach dem passenden Kooperationspartner suchen. 
  3. Zeit für Vorgespräche einplanen: Das Hauptproblem für die Bildung von Betriebsgemeinschaften ist Straub zufolge, dass die Landwirte sich vorher nicht genug austauschen.
  4. Den Partner respektieren: Wer seinen Partner nicht respektiert, wird kaum sinnvoll mit ihm zusammenarbeiten können.
  5. Offen über Stärken und Schwächen reden:  Es geht im Gespräch nicht um eine Bewertung der Personen, sondern darum, wie man miteinander gut arbeiten kann.

    Warum die Landwirte Gemeinschaftbildung fürchten?

    • Zwischenmenschliche Konflikte
    • Grosse Abhängigkeit
    • Großes Risiko
    • Kompliziert
    • Kostspielig
    • Nur für Grossbetriebe effizient
    • Zu aufwändig
    • Unwirtschaftlich

    John Deere 8000er Feldhäcksler im Praxiseinsatz

    2014 waren die traction-Redakteure bei den letzten Tests des 8000er Feldhäckslers von John Deere dabei. © Schranz
    In der neuen Feldhäcksler-Serie entwickelte das Landtechnikunternehmen über 90 Prozent der Komponenten neu. © Schranz
    Die Ingenieure von John Deere haben die Maschine fünf Jahre lang getestet und entwickelt. © Schranz
    John Deere hat die neue Feldhäcksler-Serie in mehr als acht Ländern getestet. © Schranz
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    © Schranz
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