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Ratgeber: So schützen Sie sich vor Einbrechern

© Guenter Hamich/pixelio.de
von , am
13.01.2015

Beim Schutz vor Einbrechern ist es wichtig, dass Sie die Schwachstellen Ihres Hauses erkennen und sie möglichst beseitigen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich vor Einbrechern schützen können.

Große runde Kieselsteine können von Dieben als Wurfgeschosse verwendet werden. © Petra Bork/pixelio.de
In den letzten Jahren ist die Zahl von Einbrüchen in Wohnungen und Häuser laut Kriminalstatistik 2013 gestiegen. Die Polizei empfiehlt, die Schwachstellen am Haus zu identifizieren und gegebenenfalls zu beseitigen. Um Dieben keine Gelegenheit zu bieten, gehören auch alltägliche Gewohnheiten auf den Prüfstand. Die folgenden Tipps sollen helfen, Sicherheitsrisiken zu erkennen und Lösungen für mehr Schutz gegen die Einbrecher zu finden.

Tipps zum Schutz vor Einbrechern

  • Richtig zusperren: Nur wenn der Schlüssel zweimal herumgedreht ist, ist der Riegel weit genug im Schloss. So kann er nicht so einfach aufgehebelt werden. Ohne Abschließen ist zudem der Versicherungsschutz in Gefahr: Zuziehen ohne Verriegeln der Tür gilt als grob fahrlässig.
  • Leitern und Mülltonnen wegräumen: Leitern am Hof und Mülltonnen können von Dieben als Aufstiegshilfen benutzt werden.
  • Fenster schließen: Gekippte Fenster sind gleich offene Fenster, denn ein gekipptes Fenster lässt sich ohne Beschädigung sehr schnell aufmachen. Was der Schlüsseldienst mit wenigen Handgriffen und Hilfsmitteln schafft, gelingt auch den Einbrechern.
  • Große Kieselsteine entfernen: Große runde Kieselsteine im Spritzschutz-Streifen an der Hauswand können von Dieben als Wurfgeschosse verwendet werden. Mit Kugelstoßtechnik gelingt es Einbrechern, ein kreisrundes Loch neben dem Tür-/Fenstergriff in die Scheibe zu schlagen und dann mit der Hand den Griff zu betätigen.
  • Rolläden vollständig schließen: Rolläden nützen nur, wenn sie komplett geschlossen sind.
  • Briefkästen leeren: Volle Briefkästen signalisieren, dass niemand zu Hause ist. Gekippte Fenster sind gleich offene Fenster, denn ein gekipptes Fenster lässt sich ohne Beschädigung sehr schnell aufmachen. Was der Schlüsseldienst mit wenigen Handgriffen und Hilfsmitteln schafft, gelingt auch versierten Einbrechern.
    • Garagen immer schließen: Auch tagsüber, wenn man nur kurz Haus und Hof verlässt. Denn nichts ist einfacher als durch eine offene Verbindungstür ins Haus zu gelangen. 
    • Licht und Alarmanlagen montieren: Licht kann Einbrecher abschrecken und den Einbruchschutz ergänzen. Technisch aufwändige Alarmanlagen sind erst sinnvoll, wenn effektive Maßnahmen zum mechanischen Einbruchsschutz ergriffen werden. Sie sind eine Ergänzung, denn sie verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn weiter.

    Sicher zu Hause: So schützen Sie ihren Hof vor Einbrechern

    Eine Sicherungskette hilft zum Schutz gegen Einbrüche. Sie muss gut befestigt werden, idealerweise in der Betonwand des Kellers. © Beyrle
    Diese Art von Lichtschacht kann von außen nicht geöffnet werden. Er ist mit Gitterrostsicherung ausgestattet. Die Kette wird mit einem Spezialschloss gesichert. © Beyrle
    Für Brandschutztüren gibt es besondere Auflagen. Ein speziell dafür zugelassenes Schloss mit extra stabilem Riegel darf nachgerüstet werden. © Beyrle
    Der Schlüssel in der Brandschutztür zwischen Wohnhaus und Garage soll stecken bleiben. Eine Federsicherung verhindert, dass er umgedreht werden kann. © Beyrle
    Am Kellerfenster sind Aufschraubsicherungen montiert: An der Scharnierseite ein Scharnierschloss, an der Öffnungsseite ein abschließbarer Fenstergriff. © Beyrle
    Ein Fenstergriffschloss muss auf der Scharnierseite mit einer Fensteraushebesicherung ergänzt werden (l.). Der Schutzbeschlag für das Schloss einer Nebeneingangstür ist von innen geschraubt und nicht mehr von außen (r.). © Beyrle
    Eine Schutzrosette passend zum Türgriff schützt das Schloss an der Haustür: Die Übersteckrosette ist von innen befestigt (l.). Nachgerüstet: Das neue Sicherheitsschließblech an der Haustüre ist 3 mm dick und an drei Seiten befestigt (r.). © Beyrle
    Ein auf Maß zugeschnittenes Kantholz verhindert, dass Einbrecher eine aufgehebelte Terrassentür aufschieben. © Beyrle
    Große Kieselsteine am Haus sind ein Sicherheitsrisiko. Einbrecher können damit ein Loch in die Scheibe schlagen und den Fenstergriff betätigen. © Beyrle
    Die Mauer bietet Sichtschutz für Einbrecher. Das Kellerfenster dahinter muss unbedingt gesichert und die Ecke eventuell ausgeleuchtet werden. © Beyrle
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