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Produktion und Förderung

Regionale Produkte: Fördermittel jetzt beantragen

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von , am
02.09.2013

München - In Bayern startet die zweite Antragsrunde zur Vermarktung und Verarbeitung regionaler Produkte. Gerade kleinere Projekte können das Programm "VuVregio" als Anschubfinanzierung nützen.

Für jedes Konto und für jede Kostenstelle sollte jeweils die Zwischensummen beim Ausdruck ausgewiesen werden. © Mühlhausen/landpixel
Wer in die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte investieren möchte, kann ab sofort wieder staatliche Fördermittel beantragen. Rund eine Million Euro stehen für die zweite Antragsrunde zur Verfügung, wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilt.
 
"Um am Markt bestehen zu können, brauchen gerade kleinere Projekte zur Verarbeitung und Vermarktung regionaler Produkte oftmals eine Anschubfinanzierung", sagt Brunner.
 
Das Programm VuVregio wurde im vergangenen Jahr initiiert. Bereits im Frühjahr waren mehr als 20 Projekte mit ebenfalls rund einer Million Euro bezuschusst worden. 

Das kann gefördert werden

Mit "VuVregio" können beispielsweise Investitionen in Verkaufs- und Kühlräume, Verarbeitungsgeräte sowie begleitende Maßnahmen wie Werbeaktionen oder Tage der offenen Tür mit bis zu 20 Prozent der Kosten (maximal 50.000 Euro) gefördert werden.
 
Bei Investitionen im Öko-Bereich sind bis zu einer Obergrenze von 75.000 Euro 30 Prozent Zuschuss möglich. Das soll der wachsenden Nachfrage nach heimischen Bio-Lebensmitteln Rechnung tragen.
 
Das förderfähige Ausgabenvolumen ist je Förderprojekt auf höchstens 250.000 Euro bei Investitionen und 50.000 Euro bei einmaligen Ausgaben (Vermarktungsmaßnahmen) begrenzt. Eine Förderung ist nicht möglich, wenn die förderfähigen Ausgaben den Betrag von 25.000 Euro bei Investitionen beziehungsweise 5.000 Euro bei einmaligen Ausgaben (Vermarktungsmaßnahmen) unterschreiten.

Diese Voraussetzung müssen erfüllt sein

Um die Förderung zu erhalten, müssen Betriebe mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen: 
  • Stärkung der Verarbeitung und Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse
  • Verbesserung der Produktqualität regionaler Erzeugnisse
  • Sicherung vorhandener oder Schaffung neuer Arbeitsplätze in der regionalen Ernährungswirtschaft
  • Verbesserung des Umwelt-, Natur- und Tierschutzes
Grundsätzlich müssen die Projekte natürlich wirtschaftlich und die Gesamtfinanzierung gesichert sein. Vor der Bewilligung darf das Projekt noch nicht begonnen haben, allerdings bis spätestens zum 30. Juni 2015 abgeschlossen sein. 
 
Beantragen können die Förderung Erzeugergemeinschaften und deren Vereinigungen, Erzeugerzusammenschlüsse und Unternehmen, die in Bayern eine landwirtschaftliche Betriebsstätte unterhalten. 

Die Anträge für die zweite Runde können bis 15. Oktober bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft gestellt werden.

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