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Bilanz 2017

Rentenbank: Dafür beantragten Landwirte Kredite in 2017

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Anke Fritz, agrarheute
am
25.04.2018

Die Landwirtschaftliche Rentenbank zieht Bilanz für das vergangene Jahr. Landwirte investierten im Jahr 2017 11,4 Prozent mehr in Maschinen.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Der Vorstand bestätigte im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt die Zahlen für 2017, wonach die Summe der neu vergebenen Förderfinanzierungen rund 11,9 Mrd Euro erreichte, nach 12,4 Mrd Euro im Jahr zuvor. Spürbar ausgebaut wurden im Vorjahresvergleich die Darlehen für Investitionen in erneuerbare Energien, nämlich um gut ein Viertel auf 2,4 Mrd Euro.

Insgesamt habe das Fördergeschäft auf hohem Niveau gelegen, wobei insbesondere die Windkraftfinanzierungen im ländlichen Raum gefragt gewesen seien. Allein hier verbuchte die Rentenbank einen Anstieg von 13,3 % auf 1,7 Mrd Euro; davon seien Zusagen von 0,6 Mrd Euro auf „Bürger- und Bauernwindparks“ entfallen.

Investitionen in Maschinen steigen

Insgesamt rund 789 Mio Euro und damit 3 % weniger als 2016 wurden in der Sparte „Landwirtschaft“ an Krediten für Gebäude und insbesondere für Stallbauten bereitgestellt. Für Flächenkäufe wurden mit 539 Mio Euro 13,9 % weniger vergeben, bei Maschineninvestitionen hingegen 11,4 % mehr, und zwar 558 Mio Euro. Wie das Finanzinstitut weiter berichtete, sank das Darlehensvolumen zur Förderung des ländlichen Raums binnen Jahresfrist um ein Viertel auf 1,8 Mrd Euro.

 

Geringer Kreditbedarf im ersten Quartal 2018

Für das Jahr 2018 zeichnet sich der Rentenbank zufolge bisher ein geringer Bedarf an Förderkrediten ab. Deutliche Zuwächse in der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ hätten bislang den Nachfragerückgang für Windkraftfinanzierungen sowie im Bereich Landwirtschaft nicht ausgleichen können.

Insgesamt lag das Neugeschäft mit Programmkrediten laut Institutsangaben im ersten Quartal 2018 mit rund 1,6 Mrd Euro um 20 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Emissionsgeschäft habe man in den ersten drei Monaten allerdings mit 3,7 Mrd Euro bereits ein Drittel des für 2018 geplanten Mittelbedarfs decken können.

Mit Material von AgE
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