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Finanzwirtschaft

Rentenbankkredite für Wind, Solar und Biogas besonders gefragt

Bau-Biogasanlage
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Josef Koch, agrarheute
am
26.01.2018

Im vergangenen Jahr vergab die Rentenbank zwar weniger Förderdarlehen, doch gefragt waren vor allem Finanzierungen für Erneuerbare Energien.

Windkraftanlage in der Perspektive

Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt am Main verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 eine anhaltend hohe Nachfrage nach ihren Förderdarlehen. Das Förderneugeschäft lag mit 11,9 Mrd. Euro nahezu wieder auf dem hohen Niveau des Vorjahres, als die Bank 12,4 Mrd. Euro Förderdarlehen vergab.

Das Neugeschäft mit Programmkrediten der Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum erreichte 7,4 Mrd. Euro, das waren 0,3 Mrd. Euro weniger. Finanzierungen für erneuerbare Energien legten besonders stark zu.

Viele Windkraftanlagen finanziert

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Erneuerbare Energien“ zog 2017 kräftig um rund 23 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro an. Der größte Anteil entfiel dabei auf Finanzierungen von Windkraftanlagen. Hier stiegen die Neuzusagen um rund 14 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro.

Während sich die Förderdarlehen für Fotovoltaik auf 225 Mio. Euro mehr als verdoppelten, erhöhte sich die Nachfrage für Finanzierungen von Biogasanlagen um ein Viertel auf 396 Mio. Euro.

Mit ihrer Fördersparte „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ richtet sich die Rentenbank an Betriebe, die der Landwirtschaft vor- und nachgelagert sind. Hier zog das Neugeschäft um rund 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro an. Vor allem Maschinenfinanzierungen waren gefragt.

Das Neugeschäft in der Fördersparte „Landwirtschaft“ war dagegen rückläufig. Mit 2,2 Mrd. Euro lag es um rund 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2,4 Mrd. Euro). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein rückläufiger Bedarf an Liquiditätssicherungsdarlehen aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Lage in der Agrarwirtschaft.
 

Förderbeiträge nahezu konstant

Um ihrer Programmkredite zu verbilligen, setzte die Förderbank 64 Mio. Euro ein. Die Rentenbank verwendet den zur Ausschüttung vorgesehenen Bilanzgewinn von 15,3 Mio. Euro auf Basis des Rentenbankgesetzes ebenfalls für Förderzwecke. Hinzu kamen 4 Mio. Euro Zuschüsse zum Programm „Forschung für Innovationen in der Agrarwirtschaft“. Einschließlich der sonstigen Förderbeiträge summierten sich die Förderbeiträge 2017 auf 83,4 Mio. Euro gegenüber 84,2 Mio. Euro in 2016.

Nach Risikovorsorge und Bewertung sowie der vorgesehenen Rücklagendotierung rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von 61,0 Mio. Euro. Das wären 2 Mio. Euro meher als 2016.
 

Mit Material von Rentenbank
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