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Schweinemarkt

Rewe Group zahlt Mindestpreis für Schweinefleisch

Rewe-Markt mit Logo
am Freitag, 11.12.2020 - 11:37 (Jetzt kommentieren)

Die Rewe Group will Schweinehalter unterstützen, indem sie höhere Preise für Schweinefleisch zahlen will. Bis auf Weiters sollen die Preise wieder auf ein Niveau angehoben werden, das vor Ankunft der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland üblich war.

Die höheren Beschaffungspreise sollen bei den deutschen Vertriebslinien Rewe und Penny gelten. Ein Positionspapier der Rewe Group soll die Unterstützung der heimischen Landwirte zum Ausdruck bringen und die Zusammenarbeit mit ihnen stärken, teilt der Konzern in einer Presseinformation mit.

Bemühen um Verträge

Der Bereichsvorstand für den Einkauf der Rewe Group, Hans-Jürgen Moog, zähle darauf, dass die Vorstufen der Produktionskette „die zusätzlichen Gelder den Landwirten und Ferkelerzeugern durchstellen“.

Um sicherzustellen, dass der höhere Preis bei den Landwirten ankommt, werde die Rewe Group möglichst viele Verträge abschließen. Dies sei ein kurzfristiger Beitrag dafür, die deutschen Schweinehalter in der akuten Krise zu unterstützen.

Auf Regionalität setzen

Moog erklärt, dass sich die Rewe Group derzeit über das im Konzern erarbeitete Positionspapier mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und der Land schafft Verbindung-Initiative (LsV) austausche. Aus dem Papier gehe hervor, dass die Rewe Group „eine langfristige und nachhaltige Stärkung der heimischen Landwirtschaft“ erreichen wolle.

Wie die Rewe Group ihr Ziel erreichen wolle, beschrieben die ebenfalls im Positionspapier enthaltenen Eckpunkte. So solle die Fondlösung in der Initiative Tierwohl fortgesetzt eine freiwillige Kennzeichnung von Produkten deutscher Herkunft ermöglicht werden. Weiterhin setze sich der Konzern dafür ein, Regionalfleischprogramme weiter auszubauen.

Außerdem fordere das Papier Maßnahmen, um die deutschen Milchviehhalter langfristig zu stärken.  

Die „Rewe Lokal-Partnerschaften“, die zur Zusammenarbeit „mit kleinen und mittelständischen einheimischen Erzeugern“ gegründet wurden, sollten laut Moog erweitert werden. Zu den Partnerschaften gehörten die Handlungsfelder „Verlässlicher Vertragspartner“, „Gutes Geld für gute Arbeit“, „Nutzung gemeinsamer Netzwerke“ und „Gemeinsame Innovationen zum Schutz von Tier und Umwelt“.

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