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Produktion und Förderung

Rheinland-Pfalz: Jetzt Anträge für Agrarumweltmaßnahmen stellen

von , am
02.11.2011

Mainz - In Rheinland-Pfalz können Landwirte ab sofort Anträge für Agrarumweltmaßnahmen stellen; das Verfahren soll noch bis zum 25. November in den Kreisverwaltungen laufen.

In der EU werden weniger als 1 Prozent der Agrarsubventionen investiert, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt abzumildern © Mühlhausen/landpixel
Wie das Landwirtschaftsministerium in Mainz mitteilte, werden die Förderprämien für den ökologischen Landbau, Vertragsnaturschutzmaßnahmen und die Anlage von Saum- und Bandstrukturen im diesjährigen Antragsverfahren um durchschnittlich 25 Prozent erhöht. Grund dafür sei die für die Landwirtschaft ungünstiger gewordene Preis-Kosten-Relation.
 
Bei der Anlage von Saum- und Bandstrukturen werde zudem ein neuer Fördertatbestand eingeführt, um die Anlage besonders bienenfreundlicher Blühstreifen zu unterstützen, erläuterte das Ressort.

Ende der Förderperiode 2013

Weil die aktuelle EU-Förderperiode 2013 auslaufe, würden neue Verträge nur für Neueinsteiger und für Programmteilnehmer mit auslaufenden Verträgen im ökologischen Landbau, den Vertragsnaturschutzmaßnahmen, der Anlage von Saum- und Bandstrukturen sowie der Halboffenen Weidehaltung angeboten. Bei fast allen anderen Maßnahmen könnten auslaufende Verträge bis Ende 2013 verlängert werden. Im Fall der Halboffenen Weidehaltung würden bei einer Überschreitung der vorgesehenen Haushaltsmittel die geeigneten Projekte in einem Auswahlgremium bewertet und anhand einer Prioritätenliste ausgewählt, erklärte das Ministerium.

Jetzt Anträge stellen

Bei den Vertragsnaturschutzprogrammen Grünland, Acker, Streuobst und Weinberg werde das Antragsverfahren für auslaufende Altverträge sowie für Neueinsteiger geöffnet. Sollte es zu einer Überzeichnung der Haushaltsmittel kommen, würden die gestellten Anträge nach einer Prioritätenliste bewilligt, in der beantragte Altverträge, Anträge im "Partnerbetrieb Naturschutz", Flächen in Natura 2000- und Naturschutzgebieten in der Rangfolge ganz oben stünden. Alle Flächen müssten entsprechend der Begutachtung durch die PAULa-Vertragsnaturschutzberater naturschutzfachlich geeignet sein.
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