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Produktion und Förderung

RLV: Direktzahlungen früher auszahlen

von , am
13.09.2012

Bonn - Hohe Kosten und niedrige Milchpreise setzen Agrarbetriebe unter Druck. Es muss darauf gedrängt werden, dass die Direktzahlungen vorzeitig ausgezahlt werden.

Dr. Reinhard Pauw, Hauptgeschäftsführer des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) © RLV

Mit dieser Bitte hat sich Dr. Reinhard Pauw, Hauptgeschäftsführer des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), in einem Schreiben an den parlamentarischen Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Horst Becker gewandt.
 
Seit Beginn dieses Jahres sei am Milchmarkt eine deutliche Abkühlung verbunden mit rückläufigen Erzeugerpreisen festzustellen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum fehlten den Betrieben je nach Molkerei und Verwertungsschwerpunkt aktuell bis zu sechs Cent je Kilogramm Milch, schreibt Dr. Pauw dem Staatssekretär. Auch die Sauen haltenden Betriebe erlebten derzeit eine neuerliche Durststrecke bei den Ferkelpreisen.

Bauern kämpfen um ihre Existenz

Wie Dr. Pauw weiter schreibt, klagten die Betriebe darüber hinaus für den gesamten Tierhaltungssektor ein dramatischer Kostenanstieg insbesondere bei Zukauf Futtermitteln. "Vor diesem Hintergrund befinden sich nicht wenige unserer Tierhalter in einer äußerst angespannten Finanzlage. Dies wird in den nächsten Wochen zusätzlich strapaziert durch anstehende Pachtzahlungen", hebt Dr. Pauw hervor. Nach Ansicht des Hauptgeschäftsführers würde eine vorzeitige Gewährung der Direktzahlungen für viele Betriebe, die andernfalls auf eine noch prekärere finanzielle Lage zusteuerten, eine unmittelbare Hilfe und Liquiditätserleichterung darstellen.
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