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Produktion und Förderung

Sachsen: Gut 14.000 Euro je Hektar BVVG-Fläche

© landpixel
von , am
19.02.2014

Dresden - Die Preise für BVVG-Flächen sind vergangenes Jahr deutlich gestiegen. Im Schnitt kostete der Hektar bei Verkehrswertverkäufen 14.100 Euro.

In Nordrhein-Westfalen wird mit durchschnittlich 385 Euro pro Hektar die höchste Pacht für LF bezahlt. © agrar-press
Einen deutlichen Anstieg ihrer Verkaufspreise hat die Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) im letzten Jahr bei ihren Flächenverkäufen in Sachsen verzeichnet.
 
Wie der Leiter der zuständigen Niederlassung, Markus Meyer, mitteilte, erzielte die BVVG 2013 bei ihren Verkehrswertverkäufen im Freistaat im Durchschnitt 14.100 Euro je Hektar (Euro/ha) landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF). Das waren 19 Prozent (%) mehr als 2012.
 
Die Preise lagen im Freistaat allerdings etwas unter dem BVVG-Durchschnittswert von 15.411 Euro/ha und nach wie vor deutlich unter dem Niveau in Westdeutschland.

Im Schnitt acht Hektar je Los

Insgesamt verkaufte die BVVG vergangenes Jahr in Sachsen 3.400 ha LF, darunter 1.200 ha zu begünstigten Preisen nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Von den bislang eingegangenen 308 Anträgen von Alteigentümern hat die Dresdener Niederlassung 170 abschließend bearbeitet, davon 79 im Jahr 2013.
 
Ausgeschrieben hat die BVVG im Vorjahr in Sachsen rund 1.100 ha LF. Die Ausschreibungslose umfassten im Schnitt acht Hektar und gingen nach BVVG-Angaben überwiegend an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. Je Ausschreibungslos gaben im Mittel fünf Interessenten Gebote ab.

Pachtzins im Schnitt bei 265 Euro je Hektar

Stark Gebrauch gemacht haben die Betriebe in Sachsen erneut von der Möglichkeit des Direkterwerbs ohne Ausschreibung. Wie die BVVG mitteilte, endeten 2013 Pachtverträge über rund 4.400 ha mit Direkterwerbsansprüchen. Berechtigte Pächter wählten für 41 % der Fläche den sofortigen Direktkauf, für 48 % einen vierjährigen Pachtvertrag mit Kaufoption und für elf Prozent einen neunjährigen Pachtvertrag ohne Kaufoption.
 
Beschränkt ausgeschrieben hat die BVVG in Sachsen gut 200 ha LF. Davon wurden bisher etwa 130 ha verpachtet und 60 ha an berechtigte arbeitsintensive Betriebe verkauft.

Verpachtet hatten die beiden Niederlassungen Ende 2013 insgesamt 18.700 ha LF. Dabei lag der Anteil an langfristigen Pachtverträgen mit mehr als sechs Jahren bei rund 49 %. Der durchschnittliche Pachtzins betrug 265 Euro/ha; das waren rund zwölf Prozent mehr als 2012. Bei Neuverpachtungen wurden 305 Euro/ha gezahlt - 23 % mehr als im Vorjahr.

Rund 1.200 Hektar Wald verkauft

Die 2013 in Sachsen von der BVVG verkaufte Waldfläche belief sich auf rund 1.200 ha, darunter 700 ha begünstigt an Alteigentümer. Je Ausschreibungslos gehen im Schnitt sechs Gebote ein - ein Beleg für das anhaltend große Interesse am Waldkauf. Bei den Verkehrswertverkäufen erzielte die BVVG im Schnitt 5.435 Euro/ha Wald.
 
Für 2014 hat sie sich den Verkauf von rund 2.300 ha Wald sowie 4.500 ha LF vorgenommen. Insgesamt 1.700 ha LF will man begünstigt an Alteigentümer verkaufen und so den Erwerb nach dem Flächenerwerbsänderungsgesetz weitgehend abschließen. Von den 2.800 ha geplanten Verkehrswertverkäufen sollen mehr als 80 % direkt an Pächter veräußert, der Rest über Ausschreibungen privatisiert werden.
 
Die BVVG geht davon aus, 2014 in Sachsen 59 Millionen Euro erlösen zu können. Im Vorjahr waren es 49 Mio Euro. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 belief sich der Flächenbestand der BVVG in Sachsen auf 19.500 ha LF und 4.800 ha Wald.
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