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Direktzahlungen

Schleswig-Holstein: 305 Mio. Euro sollen bis Jahresende ausgezahlt sein

Stoppel Getreidefeld
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
22.12.2016

In Schleswig-Holstein werden bis zum Jahresende mehr als 99 Prozent aller Direktzahlungen ausgezahlt. Die 14.550 Betriebe erhalten insgesamt 304,6 Millionen Euro.

Trotz der neuen Rahmenbedingungen werden den Landwirten bis zum Jahresende mehr als 99 Prozent aller Direktzahlungen ausgezahlt, teilt das dortige Agrarministerium mit. "Angesichts der angespannten finanziellen Situation auf den landwirtschaftlichen Betrieben haben wir der Auszahlung höchste Priorität eingeräumt", sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck am Donnerstag in Kiel.

Bei mehr als 99 Prozent der Berechtigten wurden die Direktzahlungen bewilligt. Rund 14.550 landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein haben Anträge zu den Direktzahlungen gestellt und rund 304,6 Millionen Euro (inklusive Erstattungsbeträge) werden zum Jahreswechsel ausgezahlt.

Soviel erhalten die Landwirte

  • Zu den Direktzahlungen zählen die Basisprämie von 187,49 Euro je Hektar,
  • die Umverteilungsprämie, die vom 1. bis zum 30. Hektar 50,14 Euro je Hektar und ab dem 30. bis zum 46. Hektar 30,08 Euro je Hektar beträgt,
  • sowie die Greeningprämie von 87,31 Euro je Hektar.
  • Bei 1.240 Antragstellern wird diese Zahlung durch die Junglandwirteprämie von 44,27 Euro je Hektar (für maximal 90 Hektar) erhöht.
  • Rund 270 Antragsteller haben Ansprüche im Rahmen der Junglandwirte-, Neueinsteiger- oder Härtefallregelung.

Geobasierte Antragsstellung

Neu war in diesem Jahr, dass die Zahlungen für eine Fläche nicht mehr über die eingetragene Hektargröße (numerisch) beantragt wurden, sondern nur noch über die digital anzufertigende Zeichnung der beantragten Fläche selbst (geobasierte Antragstellung). Zusätzlich musste kurzfristig das Vorabprüfverfahren für Flächenüberlappungen für die Antragsteller eingeführt werden. Insgesamt waren aufwändige Anpassungen der gesamten Software nötig.

Weitere Fördermaßnahmen in Schleswig-Holstein

  • 9,5 Millionen Euro zur Förderung des Ökolandbaus an rund 450 Betriebe
  • rund 5,2 Millionen Euro zur Förderung von Winterbegrünung, von emissionsarmer und Gewässer schonender Ausbringung von Wirtschaftsdünger sowie zur Förderung vielfältiger Kulturen im Ackerbau (280 Betriebe)

Von diesen insgesamt 14,7 Millionen sind 11,4 Millionen Euro EU-Mittel. Für die Neuanträge obiger Fördermaßnahmen werden Bewilligungen mit einem Volumen von insgesamt jährlich rund 4,5 Millionen Euro erteilt, davon 4 Millionen Euro EU-Mittel.

Ausgleichszulage und Natura 2000-Prämie: Insgesamt rund 3,5 Mio. Euro

Ausgleichszulage und Natura 2000-Prämie (zusammen rund 3,5 Mio. Euro) wurden laut Ministerium in Schleswig-Holstein bereits ausgezahlt und die Bescheide versendet.

  • Die Ausgleichszulage wird ab dem Jahr 2016 zu 100 Prozent aus Umschichtungsmitteln aus der 1. Säule finanziert.
  • Die Natura 2000-Prämie wird zu 75 Prozent aus EU-Mitteln des ELER-Fonds getragen.

Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes sind 9,4 Millionen (inkl. EU-Anteil von rund 7,9 Mio. Euro) für den freiwilligen Naturschutz in der Landwirtschaft (v.a. zur naturschonenden Bewirtschaftung) ausgezahlt worden. Dies betrifft rund 1.900 Verträge mit rund 29.500 Hektar Grünland und Acker. Die neuen Verträge für den Vertragszeitraum von 2017 an sind vorbereitet und bereits überwiegend den Landwirten zur Unterschrift vorgelegt worden.

Mit Material von MELUR Schleswig-Holstein

Die Agrarminister der Bundesländer: CDU/CSU und Grüne gleichauf

Barbara Otte-Kinast
Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Politiker Peter Hauk
Politiker Thomas Schmidt
Ursula Heinen-Esser
Politiker Jörg Vogelsänger
Politiker Till Backhaus
Politiker Robert Habeck
Politikerin Claudia Dalbert
Politikerin Priska Hinz
Politiker Volker Wissing Ulrike Höfken
Politikerin Birgit Keller
Politiker Reinhold Jost
Bundeslandwirtschaftsministerin
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