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Produktion und Förderung

Schweden: Preisanstieg am Bodenmarkt vorläufig gestoppt

von , am
04.09.2013

Jonköping - Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen haben in Schweden zuletzt leicht nachgegeben und damit den langjährigen Trend zu immer höheren Bodenwerten vorläufig unterbrochen.

Langjähriger Preisanstieg am schwedischen Bodenmarkt vorläufig gestoppt. © Mühlhausen/landpixel
Wie die schwedische Landwirtschaftsbehörde Jordbruksverket auf Basis aktueller Zahlen des nationalen Statistikamtes mitteilte, lag der durchschnittliche Kaufpreis für einen Hektar Nutzfläche im Jahr 2012 bei 49.600 schwedische Kronen (5.683 Euro), das waren etwa zwei Prozent weniger als ein Jahr vorher.
 
Für Ackerland zahlten die Käufer im vergangenen Jahr mit 61.300 schwedische Kronen (7.023 Euro) allerdings kaum weniger als 2011. Nach Einschätzung der Landwirtschaftsbehörde scheint sich damit der langjährige Preisanstieg am schwedischen Bodenmarkt im letzten Jahr deutlich verlangsamt zu haben, nachdem sich die Preise zwischen 1995 und 2011 praktisch verdreifacht hatten.

Starke regionale Unterschiede

Die Statistiker wiesen aber gleichzeitig darauf hin, dass die Bodenpreise in dem skandinavischen Land je nach Region nach wie vor weit auseinandergehen. So mussten im letzten Jahr auf der südschwedischen Insel Gotland für einen Hektar Ackerboden im Schnitt umgerechnet 16.800 Euro gezahlt werden, während die mittleren Kaufpreise im Norden des Landes gerade mal ein Zehntel davon betrugen.
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