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Corona-Pandemie

Jetzt als Landwirt die Überbrückungshilfe III beantragen

Ueberbrueckungshilfen fuer Unternehmen (Symbolbild)
am Mittwoch, 10.02.2021 - 15:00 (Jetzt kommentieren)

Seit Januar 2021 gilt die Corona-Überbrückungshilfe III. Der Zugang zu dem Hilfspaket wurde von der Bundesregierung unter anderem für Landwirte deutlich erleichtert. Die Antragstellung ist ab sofort möglich. Vor allem Schweinehalter könnten davon profitieren.

Das sind die wichtigsten Punkte der Überbrückungshilfe III im Überblick:

  • Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch. Sie können eine gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten.
  • Es wird nicht mehr differenziert zwischen unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit.
  • Die Förderhöchstgrenze wurde von 200.000 Euro beziehungsweise 500.000 Euro auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat angehoben.
  • Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021.
  • Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben.

Wie hoch ist der Zuschuss?

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie bisher am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

  • Bei einem Umsatzrückgang von 30 bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 bis 70 Prozent bis zu 60 Prozent und 
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent

der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Welche Fixkosten sind erstattungsfähig?

Zu den erstattungsfähigen Fixkosten zählen Pachten, Tierfutter und Tierarztkosten, Grundsteuern, Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben sowie Mietkosten für Fahrzeuge und Maschinen, Zinsaufwendungen, Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von 50 Prozent, der Finanzierungskostenanteil von Leasingraten, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung etc.

Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.

Auch Investitionen für die bauliche Modernisierung und Umsetzung von Hygienekonzepten ebenso wie Investitionen in Digitalisierung und Modernisierung können als Kostenposition geltend gemacht werden.

Erste Abschläge auf Überbrückungshilfe noch im Februar

Die Antragsplattform ist ab sofort freigeschaltet, sodass Landwirte nunmehr ihre Anträge online stellen können. Das muss allerdings über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder Buchprüfer erfolgen. Die Kosten dafür werden bezuschusst.

Erste Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Hilfe sollen bei Erfüllen der Voraussetzungen noch im Februar erfolgen; die reguläre Auszahlung durch die Länder startet im März 2021.

Union will Schweinehalter in der Krise unterstützen

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Gitta Connemann, hob hervor, dass die Überbrückungshilfe III jetzt auf die Situation landwirtschaftlicher Tierhalter zugeschnitten sei. Gerade Ferkelerzeuger und Schweinehalter erlebten die größte Krise seit Jahren. Die Sauenhalter zahlten bei jedem Ferkel drauf. Sie brauchten jetzt schnell unbürokratische Hilfen, die sie dank des erweiterten Fixkostenkatalogs nun erhalten könnten.

CDU-Agrarsprecher Albert Stegemann geht davon aus, dass das Angebot an Ferkeln aus Deutschland spätestens ab 2022 knapp werden wird. Darum unternehme die CDU/CSU-Bundestagsfraktion alles, um die Erzeugung von hochwertigem Schweinefleisch in Deutschland zu halten und einen Strukturbruch nach dem Krisenjahr 2020 zu verhindern, so Stegemann

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