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Ratgeber

So prüfen Sie eine Rechnung für die Umsatzsteuererklärung richtig

Landwirt sitzt am Schreibtisch und erledigt Büroarbeit
am Samstag, 24.09.2022 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Um vorsteuerabzugsberechtigt zu sein, müssen Landwirte ihre Rechnung auf Vollständigkeit prüfen. Das sollte jede Rechnung enthalten.

Wer 2022 in die Regelbesteuerung gewechselt ist, muss seine Rechnungsstellung und Buchhaltung umstellen. Teilweise kann auch nachträglich der Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Dazu ist eine ordnungsgemäße Rechnung notwendig, sonst geht der Vorsteuerabzug flöten. 

Diese Angaben muss eine Rechnung enthalten

Für alle Rechnungen ab 250 € schreibt das Umsatzsteuergesetz (UstG) in §14 folgende Angaben als Mindestinhalt vor:

  • Vollständiger Name und Anschrift des Leistungsempfängers sowie des leistenden Unternehmers
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens
  • Datum der Rechnungsausstellung
  • Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände
  • Umfang und Art sonstiger Leistungen
  • Zeitpunkt der Lieferung oder Leistungserbringung, sofern dieser vom Rechnungsdatum abweicht
  • Entgelt, aufgeschlüsselt nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen
  • Anzuwendender Steuersatz, entfallender Steuerbetrag auf das Entgelt, ggf. Hinweis auf Steuerbefreiung
  • Vereinbarte Minderungen des Entgelts (z. B. Rabatte, Preisminderungen)

Schon beim Eingang der Rechnung müssen Landwirte prüfen, ob alle Angaben vollständig und richtig sind. Nur wenn das der Fall ist, sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt.

Was tun bei falsch ausgestellter Rechnung?

Wenn Sie eine unvollständige Rechnung erhalten, sollten Sie den Rechnungssteller unbedingt vor der Bezahlung darauf aufmerksam machen. Auch im Nachhinein kann die Rechnung noch berichtigt werden. „Besprechen Sie mit Ihrem persönlichen Berater, wann eine berichtigungsfähige Rechnung vorliegt“ rät Ecovis-Experte Michael Galler. Sie als Leistungsempfänger dürfen ein entsprechendes Dokument vom Rechnungssteller verlangen. Dieses Dokument sollte sich genau auf die ursprüngliche Rechnung beziehen, folglich deren Rechnungsnummer beinhalten.  

Kleinbetragsrechnungen unter 250 €

Rechnungen mit einem Gesamtbetrag unter 250 € gelten als Kleinbetragsrechnungen und verlangen weniger Angaben. Das sind laut § 33 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UstDV) folgende:

  • Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Datum der Rechnungsausstellung
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände
  • Umfang und Art sonstiger Leistungen
  • Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag in einer Summe
  • Anzuwendender Steuersatz, ggf. Hinweis auf Steuerbefreiung
Mit Material von Umsatzsteuergesetz (UstG), Ecovis
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