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So setzen Sie Kosten für die Ausbildung ab

Junglandwirtin_imago98766933h
am Mittwoch, 22.04.2020 - 08:11 (Jetzt kommentieren)

Neuerdings lassen sich Kosten für Ausbildung und Studium schwieriger von der Steuer absetzen. Unmöglich ist es aber nicht. So geht´s!

Die Ausbildung der Kinder kostet viel Geld. Studiengebühren, Fachliteratur oder Mieten lassen die Kosten in die Höhe schießen. Gut ist es, wenn man wenigstens einen Teil von der Einkommensteuer absetzen kann. Doch Anfang des Jahres haben Bundesverfassungsrichter diese Möglichkeit stark eingeschränkt.

Günter Engel von der Berata GmbH erklärt, wie man am geschicktesten Steuern sparen kann:

„Ob Ausbildungskosten als Sonderausgaben oder Werbungskosten bei der Steuererklärung angegeben werden können, hängt im Wesentlichen davon ab, ob das Kind eine erste Ausbildung macht oder eine Folgeausbildung. Relevant ist auch, ob während der Ausbildung bereits Geld verdient wird oder erst danach.“

Sonderausgaben oder Werbungskosten?

Werbungskosten sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Sonderausgaben sind Aufwendungen, die eigentlich privat veranlasst sind und mit der Arbeit oder der Ausbildung nichts zu tun haben, ausnahmsweise aber zum Steuern sparen genutzt werden dürfen. Zwischen Sonderausgaben und Werbungskosten gibt es einen wesentlichen Unterschied: Werbungskosten lassen sich als negative Einkünfte auf zukünftige Jahre vortragen. Bei Sonderausgaben ist ein Verlustvortrag dagegen nicht möglich. Sonderausgaben sind auf 6.000 Euro pro Jahr begrenzt und Steuerpflichtige können sie nur mit Einnahmen des gleichen Jahres verrechnen.

Nach dem Urteil sind die Kosten für die Erstausbildung private Ausgaben und können nicht als Werbungskosten in der Steuer aufgeführt werden. Erhält ein Auszubildender aber Entgelt für seine Ausbildung, kann er auch die Kosten hierfür als Werbungskosten geltend machen. Das Gleiche gilt, wenn ein Studierender bei einem dualen Studium ein Gehalt erhält. Bei einer Zweitausbildung hingegen können Werbungskosten grundsätzlich angegeben werden.

Steuertipp

Bei einer Erstausbildung oder einem Erststudium sollten Sie dem Auszubildenden oder Studierenden möglichst Einkünfte wie Lohn oder Mieteinkünfte zukommen lassen, damit sich die Sonderausgaben auswirken.

Den kompletten Beitrag mit allen Steuertipps lesen Sie in der Maiausgabe von agrarheute.

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