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Steuertipp

So sparen Sie als Landwirt Steuern in der Corona-Krise

Einkommensteuererklärung
am Montag, 11.05.2020 - 16:54 (Jetzt kommentieren)

Die Bundesregierung hat neue Steuererleichterungen beschlossen, um die finanziellen Folgen der Corona-Krise weiter abzumildern. Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer können damit für das laufende Jahr sowie rückwirkend für 2019 erstattet werden.

Haben Sie in diesem Jahr bereits eine Vorauszahlung zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer geleistet, kann das Finanzamt Ihnen diese nun ganz oder teilweise erstatten. Für die noch ausstehenden Vorauszahlungen in den kommenden Quartalen 2020 können Sie eine vollständige oder anteilsmäßige Aussetzung beantragen. Darauf weist die Steuerberatung ETL Agrar & Forst GmbH hin.

Verlustrücktrag jetzt auch für 2019 möglich

Im Rahmen eines pauschalen Verlustrücktrags können Sie darüber hinaus Ihre im Jahr 2019 getätigten Vorauszahlungen zur Einkommen- und Körperschaftsteuer vom Finanzamt herabsetzen lassen. Wurden Ihre Vorauszahlungen des laufenden Jahres bereits vollständig – also auf 0 Euro – herabgesetzt, kann das Finanzamt bei Ihrem Unternehmen von einem direkt durch das Coronavirus verursachten Verlust ausgehen. Unter dieser Voraussetzung würde der pauschale Verlustrücktrag für 2019 laut ETL Agrar & Forst GmbH mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährt.
Damit Sie von dieser Maßnahme profitieren können, muss im Jahr 2020 ein Gesamtverlust allerdings tatsächlich eintreten. Andernfalls müssen Sie die für 2019 herabgesetzten Steuern zurückzahlen.

Formloser Antrag genügt

Davon zu unterscheiden ist die bereits im April von Bund und Ländern umgesetzte Maßnahme des Verlustrücktrags in Höhe von maximal 15 Prozent des Vorjahresgewinnes beziehungsweise -überschusses. Diese Soforthilfe dient dem Bereitstellen finanzieller Mittel für ausstehende Vorauszahlungen und schließt als Bemessungsgrundlage Gewinneinkünfte aller Branchen sowie Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung mit ein. Durch einen formlosen Antrag oder über die Steuersoftware Elster können Sie einen Rücktrag veranlassen.

Bis zu zwei Monate längere Frist für Lohnsteueranmeldungen

Für Lohnsteueranmeldungen gilt zwar nach wie vor der 10. des jeweiligen Vormonats als Stichtag, doch aufgrund der besonderen Umstände kann dafür nun beim Finanzamt eine Fristverlängerung von bis zu zwei Monaten beantragt werden. Damit wird unverschuldeten Verzögerungen entgegengewirkt, die insbesondere aus der Klärung von plötzlich aufgetretenen Rechtsfragen wie zum Beispiel Kurzarbeit oder Quarantäne resultierten.

Mit Material von ETL Agrar & Forst GmbH
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