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Produktion und Förderung

ST: BVVG-Bodenpreis steigt um gut 4.000 Euro je Hektar

von , am
25.02.2015

Im Jahr 2014 veräußerte die Bodenverwertungsgesellschaft BVVG Sachsen-Anhalt insgesamt 5.400 Hektar Agrarflächen für im Schnitt 23.360 Euro je Hektar. Hohe Nachfrage gab es bei Forstflächen, die etwa 5.850 Euro/ha erlösten.

Im Jahr 2014 veräußerte die BVVG Sachsen-Anhalt insgesamt 5.400 Hektar Agrarflächen. © geo-konzept
Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) im Land Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2014 rund 5.400 Hektar landwirtschaftliche Fläche veräußert. Davon hat die BVVG rund 2.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche an berechtigte Pächter direkt - also ohne Ausschreibung - veräußert. Den durchschnittlichen Verkehrswert gibt die BVVG mit 23.361 Euro je Hektar an. Der Wert liegt damit rund 21 Prozent über dem des Vorjahres. 2013 lag der Durchschnittsverkaufspreis bei 19.355 Euro/ha.

3.200 Hektar öffentlich ausgeschrieben

2014 hat die BVVG rund 3.200 Hektar landwirtschaftliche Fläche öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibungslose waren im Schnitt neun Hektar groß. Sie sind damit für sogenannte Investoren in der Regel nicht interessant. Das Gros ging an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe. Im Durchschnitt gaben je Ausschreibungslos vier Interessenten ihre Gebote ab.

Pachtzins bei 468 Euro

Die  Niederlassungen hatten zum 31. Dezember 2014 rund 42.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche verpachtet. Dabei lag der Anteil an langfristigen Pachtverträgen mit über 6 Jahren bei 55 Prozent. Der durchschnittliche Pachtzins betrug 468 Euro je Hektar und Jahr - 9 Prozent mehr als 2013. Bei Neuverpachtungen wurde ein Pachtzins von 577 Euro je Hektar und Jahr erzielt. Das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Große Nachfrage nach Waldflächen

Die BVVG im Land Sachsen-Anhalt hat im letzten Jahr rund 950 Hektar Wald verkauft, darunter 600 Hektar zu begünstigten Bedingungen in Verbindung mit dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Der Kaufpreis stieg 2014 auf durchschnittlich 5.850 Euro je Hektar. Im Vorjahr waren es 4.246 Euro/ha. Das Interesse, Waldflächen zu erwerben, war auch in diesem Jahr sehr groß. Je Ausschreibungslos gingen durchschnittlich 10 Gebote bzw. Bewerbungen ein. Das führte zu erheblich komplizierten und aufwendigen Auswahlverfahren, erklärt die BVVG in ihrer Pressemitteilung.
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