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Produktion und Förderung

ST: BVVG verkauft einen Hektar für 23.361 Euro

© VRD/fotolia
von , am
07.04.2015

Die BVVG hat einen Hektar Boden in Sachsen-Anhalt für durchschnittlich 23.361 Euro verkauft. Damit liegt der Bodenpreis in 2014 21 Prozent über dem Vorjahr.

In Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Agrarland um 18 Prozent gestiegen. © Mühlhausen/landpixel
Die BVVG- Niederlassungen verkauften 2014 landwirtschaftliche Flächen zum Verkehrswert im Durchschnitt für 23.361 Euro je Hektar. Der Wert liegt da mit rund 21 Prozent über dem des Vorjahres. Im Durchschnitt der alten Bundesländer wurde 2013 ein Hektar landwirtschaftliche Fläche für rund 25.200 Euro verkauft. Die aktuellesten Zahlen für Bodenpreise wurden 2013 vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Demnach stiegen die Bodenpreise in Sachsen-Anhalt 2013 nach beträchtlichen Preisaufschlägen seit 2007 nur geringfügig. Die Kaufpreise erhöhten sich von 2012 bis 2013 im Schnitt um 197 Euro je Hektar auf 11.162 Euro je Hektar Fläche der landwirtschaftliche Nutzung (FdlN), für Sachsen-Anhalt ein vergleichsweise niedriger Preis.

Kaufwertstatistik mit Ungereimtheiten

Im Vergleich zu 2013 haben sich die BVVG-Preise in 2014 um rund 21 Prozent erhöht. Allerdings gehen die BVVG-Zahlen und die Zahlen vom Statistischen Bundesamt stark auseinander. Die BVVG-Statistik weist  für 2013 höhere Kaufwerte gegenüber 2012 aus, nämlich eine Preissteigerung um 1.961 Euro je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung und zugleich ein sehr viel höheres Preisniveau, nämlich 19.355 Euro je Hektar gegenüber dem oben genannten Durchschnittswert von 11.162 Euro je Hektar.
 Die vom Statistischen Landesamt ausgewiesenen Durchschnittswerte der Kaufpreise 2013 für Agrarland in Sachsen-Anhalt lassen zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder die Kaufwerte zwischen Dritten sind 2013 drastisch gesunken - was un- realistisch ist - oder die Daten der BVVG-Verkehrswertverkäufe sind in die Statistik nicht oder nur teilweise eingeflossen, was nach den Ergebnissen der veröffentlichten Statistik der Flächenentwicklung naheliegend ist.
Die ausgewiesenen Daten der Kaufwertestatistik 2013 für Sachsen-Anhalt sind nicht schlüssig. Das gilt sowohl im Vergleich mit der Preisentwicklung im früheren Bundesgebiet als auch im Preisvergleich zwischen den neuen Ländern sowie im Vergleich mit den BVVG-Kaufwerten. 

Bodenpreise mit starken regionalen Unterschieden

Die Kaufwertestatistik zeigt für 2013 weiter, dass die Bodenpreise in Sachsen-Anhalt regional stark differieren, und zwar zwischen dem Salzlandkreis mit durchschnittlich 16.908 Euro je Hektar bei einer Ertragsmeßzahl von  82,5 und dem Landkreis Wittenberg mit 4.925 Euro je Hektar bei einer Ertragsmeßzahl von 37,1. Die Differenzierung lässt sich allerdings nicht nur an der Bodengüte festmachen.
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