Login
Produktion und Förderung

Stickstoffdünger nur kurzfristig teurer

von , am
25.03.2014

Steigen oder fallen die Preise für Stickstoffdünger? Diese Frage haben sich viele Landwirte in den letzten Wochen wiederholt gestellt und die Signale von den Märkten waren keineswegs eindeutig.

Ab April soll der Preis für Stickstoffdünger wieder sinken. © landpixel
Während nämlich die Preise an den internationalen Spotmärkten (insbesondere für Harnstoff) für die nächsten Monate weiter deutlich nach unten zeigen, verteuerten sich Stickstoffdünger zuletzt an den europäischen Importhäfen und im Großhandel.
 
Dieser Preisanstieg ist jedoch weniger das Ergebnis einer grundsätzlichen und längerfristigen Veränderung der Marktverhältnisse als vielmehr das Ergebnis einer eher kurzfristigen Angebotsverknappung.

Lagerbestände auf ein Minimum reduziert

An den internationalen Spotmärkten schwankten die Preise für Stickstoffdünger in den letzten Jahren sehr stark. Hauptursache waren deutliche Veränderungen in Angebot (Produktion) und Nachfrage (Verbrauch). Für die Mineraldüngerhändler bedeuten diese starken Preisschwankungen enorme Risiken. Deshalb wurden die Lagerbestände auf ein Minimum reduziert.
 
So sind die Preise für Harnstoff an den Spotmärkten im letzten Jahr um 30 Prozent gefallen. Die Folge waren deutliche Produktionskürzungen bei etlichen vor allem kostenintensiv produzierenden Herstellern. Zum Jahreswechsel ist die (globale) Nachfrage dann aus saisonalen Gründen wieder spürbar angesprungen und die Preise sind infolge des begrenzten Angebots kräftig gestiegen. Auch die Händler hatten wie zu erwarten nur wenig Ware zur Verfügung.

Frühe Nachfrage übersteigt Angebot

Diese Jahr hat das Frühjahr (und damit die Feldarbeiten) in Europa deutlich früher begonnen als 2013. Darauf waren weder die Händler noch die großen Hersteller vorbereitet und Stickstoffdünger wurden in Europa vor allem im März knapp.
 
Für den März bleibt das Angebot bei allen Stickstoffdüngern knapp und bei kurzfristigem Bedarf ist sogar mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen. Mittelfristig (ab April) werden die Preise jedoch wieder zurückgehen, das zeigen zumindest die wichtigsten internationalen Spotmarktpreise. 

Auch interessant