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Steuer und Finanzen

Studie: Bauern profitieren von konservativen Regierungen

von , am
15.10.2013

Laut einer aktuellen Studie verteilen Rechtsregierungen mehr Einkommen zugunsten der
heimischen Landwirtschaft als Linksregierungen. Vor den Wahlen steigt der Staatszuschuss.

Infolge tendenziell günstiger Marktentwicklungen im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2013/14 gab es - anders als in den Jahren davor - nur positive Einkommensänderungen. © Mühlhausen/landpixel
Die Forscher der niederländischen Universitäten Wageningen und Groningen stellten außerdem fest, dass die staatliche Unterstützung für den Agrarsektor insbesondere vor Wahlen zunehme: Während in "normalen" Jahren durchschnittlich 31 Prozent der landwirtschaftlichen Einkommen aus staatlichen Quellen stammten, sei dieser Anteil in Wahljahren auf 38 Prozent gestiegen. Der Grund: Die Regierungen wollten die Landwirte nicht enttäuschen, denn diese wählten überwiegend liberal-konservative Parteien. Außerdem sei die Bevölkerung in Entwicklungsländern an niedrigen Lebensmittelpreisen interessiert; dieses Ziel wollten Rechtsregierungen eher mittels Subventionen für die Landwirtschaft erreichen als Linksregierungen.
 

Subventionen im Ländervergleich

Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 70 Länder im Zeitraum 1975 bis 2009. Die Stützungsintensität der Agrarbeihilfen sei im Ländervergleich teilweise sehr unterschiedlich. Beispielsweise machten die Subventionen in Japan, der Schweiz und Norwegen mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Einkommen aus. Dagegen würden die Beihilfen in Argentinien und Sri Lanka durch staatliche Abgaben übertroffen, so dass die dortigen Regierungen den Landwirten unter dem Strich Einkommen entzögen. Die Forschungsarbeit wurde im "American Journal of Agricultural Economics" veröffentlicht.
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