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Steuer und Finanzen

Subventionsbericht: Weniger Geld für den Agrarbereich

von , am
19.08.2013

Berlin - Die Finanzhilfen im Bereich "Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz" werden 2014 auf 636 Millionen Euro sinken. Dafür steigen kommendes Jahr die Steuervergünstigungen im Agrarbereich.

© Frog 974/fotolia.com
Die Hilfen des Bundes im Bereich "Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz" in Form von Finanzhilfen und Steuervergünstigungen gehen insgesamt zurück. Das geht aus dem 24. Subventionsbericht der Bundesregierung hervor, den das Kabinett vergangene Woche beschlossen hat.
 
Demnach sinken die Finanzhilfen von gut 680 Millionen Euro in diesem auf voraussichtlich rund 636 Millionen Euro im nächsten Jahr.

Finanzhilfen: Am meisten Geld für die Gemeinschaftsaufgabe

Der Löwenanteil entfällt dabei auf die Bundesmittel zur Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK), die laut Regierungsentwurf 2014 erneut mit rund 400 Millionen Euro zu Buche schlagen.
 
Deutlich entlastet wird der Bund bei der landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV). Hier soll der Zuschuss von 150 Millionen Euro in diesem auf 125 Millionen Euro im kommenden Jahr abgesenkt werden.
 
Nur noch knapp 58 Millionen Euro muss der Bund 2014 an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein überweisen; in diesem Jahr sind es noch rund 80 Millionen Euro.
Stärker zu Buche schlägt künftig hingegen der Waldklimafonds; dessen Fördermaßnahmen verdoppeln sich von rund sieben Millionen Euro in diesem auf annähernd 14 Millionen Euro im nächsten Jahr.

Mehr Steuervergünstigungen in 2014

Ein leichtes Plus verzeichnen die Steuervergünstigungen für den Agrarsektor; hier weist der Subventionsbericht für 2014 ein Gesamtvolumen für den Anteil des Bundes von 540 Millionen Euro aus; im laufenden Jahr sind es 535 Millionen Euro. Allein 400 Millionen Euro davon macht die Agrardieselentlastung aus.
 
Die Steuerermäßigung für agrarische Mehrgefahrenversicherungen beläuft sich in diesem und im nächsten Jahr auf jeweils 40 Millionen Euro.
 
Durch die Steuerbefreiung für Zugmaschinen und Anhänger entgehen dem Bund Einnahmen von jährlich 60 Millionen Euro.
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