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Zuckerindustrie

Südzucker kann Hybrid-Anleihe doch vergüten

Südzucker Symbolbild
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
25.04.2019

Die Südzucker AG kann eine Hybrid-Anleihe über 700 Mio. Euro nun doch regulär vergüten. Der Cash Flow reicht dafür aus.

Noch Ende März hatte der Konzern bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für 2018/19 die Anleger gewarnt: Weil der Cash Flow ein vertraglich definiertes Niveau unterschreiten könnte, müsse die Vergütung der Hybrid-Anleihe möglicherweise ausfallen.

Nun gab das Unternehmen jedoch bekannt, der vom Vorstand am 24. April aufgestellte Konzernabschluss weise bei einem Umsatz von 6,75 Mrd. Euro einen Cash Flow von 377 Mio. Euro oder 5,6 Prozent des Konzernumsatzes aus.

Damit wurde die Schwelle von 5 Prozent des konsolidierten Umsatzes überschritten, die nach den Bedingungen der 2005 ausgegebenen Hybrid-Anleihe ohne Fälligkeitstag erreicht werden muss, damit Südzucker die Anleihe vergüten darf.

Am 16. Mai wird Europas größter Zuckerkonzern in Mannheim seinen Geschäftsbericht veröffentlichen. Die vorläufigen Zahlen weisen einen drastischen Gewinneinbruch aus, der vor allem aus der schlechten Lage am Zuckermarkt herrührt. Bekanntlich plant der Konzern zur Anpassung der Produktionskapazitäten und Verbesserung der Rentabilität die Schließung von fünf Werken in Deutschland, Frankreich und Polen.

 

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