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Steuer und Finanzen

SVLFG schließt Standorte in Bayern

von , am
27.06.2014

Um Verwaltungskosten zu sparen, werden einige Standorte der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Bayern verkleinert oder ganz geschlossen.

Bei Landwirten bestanden nur 2,6 Prozent die QS-Audits nicht. © Mühlhausen/landpixel
Der Vorstand der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat bei seiner Sitzung am 18. Juni beschlossen, einige Geschäftsstellen in Bayern zu verkleinern bzw. ganz zu schließen. Der Grund: Die SVLFG ist verpflichtet, bis zum Jahr 2016 die Verwaltungskosten (Sach- und Personalkosten) um rund 40 Millionen Euro zu senken. Um diese Einsparungen zu realisieren, habe die SVLFG ein Projekt gebildet und mit der Erstellung eines Personal-, Organisations- und Standortkonzeptes beauftragt, meldet die SVLFG.

Wirtschaftlichkeit aller Standorte wird überprüft

Die Verwaltungsarbeiten wurden bisher an bundesweit über 35 Standorten durchgeführt. Die Verwaltung überprüfe derzeit die Wirtschaftlichkeit aller Standorte, die nicht Sitz der Hauptverwaltung oder eine der acht Geschäftsstellen sind. In Bayern sind Bayreuth und Landshut Geschäftsstellen der SVLFG. Alle anderen bayerischen Standorte wurden zwischenzeitlich überprüft. Der berufsständische, ehrenamtliche Vorstand der SVLFG habe - neben anderen, die übrigen Bundesländer betreffenden, Beschlüssen - folgende Beschlüsse zu den bayerischen Standorten getroffen:
  • Augsburg (rund. 315 Beschäftigte): Standortverkleinerung
  • Feuchtwangen (7 Beschäftigte): Schließung (genauer Zeitpunkt noch unbekannt)
  • Fürth (27 Beschäftigte): Standortverkleinerung mit dem Ziel der Schließung
  • Mühldorf (rd. 90 Beschäftigte): Standortverkleinerung mit dem Ziel der Schließung
  • München (rd. 280 Beschäftigte): Standortverkleinerung mit dem Ziel der Schließung
  • Würzburg (rd. 250 Beschäftigte): Standortverkleinerung

Fusionsschutztarifvertrag schließt Kündigungen aus

Die Beschlüsse bezüglich der Standorte Augsburg, Mühldorf und München waren für August 2014 geplant. Die Beratung wurde in der Sitzung des Vorstandes am 18. Juni 2014 jedoch vorgezogen, da absehbar wurde, dass bis zur Sitzung des Vorstandes im August 2014 keine neuen Informationen zu Umsetzungsmöglichkeiten der Beschäftigten an andere Standorte vorliegen werden. Da zur Einhaltung des Verwaltungskostenbudgets kurzfristig Entscheidungen bezüglich der Personal- und Organisationsentwicklung getroffen werden mussten, habe der Vorstand die Entscheidung bezüglich der genannten Standorte nicht weiter aufschieben können.
 
Die erforderlichen Erhebungen bei den Beschäftigten sollen im Nachgang durchgeführt werden; für die Beschäftigten sollen sich durch diese Vorgehensweise keine Nachteile ergeben. Hervorzuheben sei, dass die SVLFG einen Fusionsschutztarifvertrag hat, der Kündigungen ausschließe und Umsetzungen an andere Standorte nur unter strengen Voraussetzungen zulasse. Standortverkleinerungen, welche durch Reduzierung des Personals erfolgten, seien insbesondere durch Versetzung in den einstweiligen Ruhestand/Vorruhestand möglich; diese erfolgten nur mit Zustimmung der Beschäftigten. Die Regelungen für die übrigen Beschäftigten (Anmietung anderer Büroräume, zumutbare Umsetzung an einen anderen Standort, Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes) werden erst nach Durchführung individueller Personalgespräche getroffen.
 
Zum 1. Januar 2013 wurde die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) aus den bisher eigenständigen Trägern der landwirtschaftlichen Sozialversicherung und dem Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung errichtet.
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