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Anpassungshilfe

SVLFG zahlt Energiekosten-Zuschuss an 42.000 Agrarbetriebe aus

Sauenhalter mit einem Ferkel
am Mittwoch, 07.09.2022 - 10:15 (Jetzt kommentieren)

Die SVLFG zahlt in der kommenden Woche an 42.000 energieintensive Landwirtschaftsbetriebe einen Energiekosten-Zuschuss aus.

Die sogenannte Anpassungsbeihilfe für landwirtschaftliche Betriebe zur Abmilderung der hohen Energiekosten infolge des Ukraine-Krieges wird in der kommenden Woche ausgezahlt. Das teilte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) auf Anfrage mit.

Rund 42.000 Betriebe werden bis zu 15.000 Euro erhalten. Insgesamt überweist die SVLFG 134,9 Mio. Euro an energieintensive Betriebe.

Der Rest der für Deutschland zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 180 Mio. Euro soll bis zum Jahresende über die sogenannte Kleinbeihilfe ausgereicht werden. Von der Gesamtsumme stammen 60 Mio. Euro aus dem EU-Agrarhaushalt. Die Bundesregierung hat den Betrag aus nationalen Mitteln um 120 Mio. Euro aufgestockt.

Soforthilfe wird ohne Antrag ausgezahlt

Über die Hälfte der Soforthilfe von 134,9 Mio. Euro (52,9 %) wird an Schweinehalter gehen, während Milchviehhalter leer ausgehen.

Die Anpassungsbeihilfe wird ohne Antrag bewilligt und ausgezahlt. Für die Kleinbeihilfe müssen hingegen Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestellt werden. Über die Details dazu will die BLE bis Mitte Oktober informieren. Mit der Kleinbeihilfe sollen von dem Energiepreisanstieg besonders betroffene Betriebe unterstützt werden, die 2021 keine Greening-Prämien erhalten haben.

So verteilen sich die Energiekosten-Zuschüsse auf die Betriebe

So wird die jetzt zur Auszahlung anstehende Anpassungshilfe auf die Betriebe verteilt:

  • knapp 58 Mio. Euro für Sauenhalter. Das entspricht rund 43 % der zur Verfügung stehenden Mittel. Die Beihilfe erhalten rund 7.750 sauenhaltende Betriebe. Der durchschnittliche Betrag liegt bei knapp 7.500 Euro je Betrieb.
  • 13,4 Mio. Euro gehen an etwa 19.000 Mastschweinehalter. Der Durchschnittsbetrag beläuft sich hier auf 705 Euro je Betrieb.
  • 12,7 Mio. Euro erhalten etwa 2.000 Betriebe mit Masthühnerhaltung. Pro Betrieb entspricht dies rund 6.359 Euro. Die 985 Betriebe mit Mastputen bekommen im Schnitt 6.190 Euro.
  • 10,7 Mio. Euro gehen an rund 2.200 Betriebe mit Freilandgemüseanbau. Im Durchschnitt sind das gut 4.800 Euro je Betrieb.
  • 7,7 Mio. Euro bekommen 2.740 Anbauer von Frischgemüse, pro Betrieb sind dies 2.800 Euro im Schnitt.
  • 4,7 Mio. Euro entfallen auf etwa 3.500 Unternehmen mit Intensivgemüseanbau. Pro Betrieb sind dies durchschnittlich 1.330 Euro.
  • 5,1 Mio. Euro gehen an gut 1.655 Spargelanbauer. Sie erhalten im Schnitt gut 3.000 Euro.
  • 4,7 Mio. Euro sind für den Baumobstbau vorgesehen. Rund 5.440 betroffene Betriebe bekommen im Schnitt etwa 860 Euro.
  • 3,7 Mio. Euro erhalten ca. 4.880 Weinbaubetriebe, im Schnitt also 760 Euro/Winzer.
  • 2,3 Mio. Euro gibt es für 3.265 Betriebe mit Beerenobstanbau (704 Euro/Betrieb) und
  • rund 2,5 Mio. Euro bekommen 1.000 Hopfenanbauer (2.500 Euro/Betrieb).
Mit Material von AgE
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