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Steuer und Finanzen

Tarifeinigung in der Landwirtschaft

von , am
04.10.2010

Berlin - Ein halbes Jarh nach Ablauf des alten Tarifvertrages haben sich der Verband GLFA und die IG Bau auf Eckwerte für eine neue Tarifvereinbarung in der Landwirtschaft verständigt.

© agrarfoto

Die Bundesempfehlung sieht vor, dass die Löhne und Gehälter der Landarbeitertarifverträge ab 1. November 2010 um 2,1 Prozent und ab 1. November 2011 um 2,3 Prozent angehoben werden. Die Laufzeit endet zum 31. Oktober 2012. Für die Monate April 2010 bis Oktober 2010 wird eine Einmalzahlung in Höhe von 180 Euro brutto empfohlen. Insgesamt ergibt sich eine Laufzeit von 31 Monaten.

Die gemeinsame Bundesempfehlung des Gesamtverbandes der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) bildet die Grundlage für die nunmehr anstehenden Tarifverhandlungen auf Länderebene. Es gilt als sicher, dass die Empfehlung von den regionalen Tarifpartnern übernommen wird, möglicherweise ergänzt um spezifische Regelungen.

Engagement anerkennen

Der neugewählte Präsident des Gesamtverbandes, Martin Empl, wertet die Bundesempfehlung vor dem Hintergrund der schwierigen Einkommenssituation vieler Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft als Signal an die Beschäftigten auf den Betrieben, "dass die Arbeitgeber auch in schwierigen Zeiten bereit sind, ihr Engagement anzuerkennen". Zum Ausdruck komme dies auch mit der gemeinsamen Empfehlung von Gesamtverband und Gewerkschaft an die regionalen Tarifvertragsparteien, die Ausbildungsvergütung überproportional zu erhöhen, um den Ausbildungsberuf Landwirt attraktiv zu halten und Nachwuchs zu sichern. IG BAU-Verhandlungsführer Klaus Wiesehügel war mit der Forderung nach einer Lohnerhöhung von 5,3 Prozent in die Tarifrunde gegangen. Zuletzt waren die Verhandlungen Ende Mai ohne Ergebnis vertagt worden. (AgE)

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