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Produktion und Förderung

Thüringen: Rettet neue Ausgleichszulage Grünland-Betriebe?

© Mühlhausen/landpixel
von , am
29.09.2014

Erfurt - In Thüringen gelten ab 2015 neue Regeln für die Ausgleichszulage. Ziel der Landesregierung ist, mit dem Konzept Landwirtschaft vor allem auf Grünland zu erhalten, wo die Rentabilität infrage stehen könnte.

Die Ausgleichszulage für Thüringer Agrarbetriebe in benachteiligten Gebieten wird ab 2015 neu geregelt. © Rebecca Kopf/agrarheute.com
Die Ausgleichszulage für Thüringer Agrarbetriebe in benachteiligten Gebieten wird ab 2015 neu geregelt. Die tiergebundene Grünlandwirtschaft soll besonders unterstützt werden. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Erfurt letzte Woche mit.
 
Grundidee des neuen Förderkonzepts ist folgende: Je höher der Grünlandanteil im Betrieb und je schlechter die natürlichen Anbaubedingungen, desto höher ist der Ausgleichsbetrag pro Hektar, den die Bewirtschafter erhalten. Ab einer Betriebsfläche von 300 Hektar werden die Zahlungen prozentual gekürzt. Insgesamt sollen in Thüringen pro Jahr für die Ausgleichszulage rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Thüringen: Landwirtschaft in benachteiligten Gebieten erhalten

Ziel der Landesregierung ist es, in Thüringen flächendeckend die Landwirtschaft zu erhalten - auch auf weniger günstigen Standorten. Gerade auf Grünland besteht die Gefahr, dass Landwirte die Flächennutzung aufgeben, wenn sie nicht rentabel ist. Die Bewirtschaftung sichert jedoch Arbeitsplätze in der Region, dient der Erhaltung der Kulturlandschaften und trägt wesentlich zum Natur- und Umweltschutz bei.
 
In Thüringen sind rund 45 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche als benachteiligte Gebiete eingestuft. Hier können aufgrund von Klima und Lage nur geringe Ernteerträge erzielt werden. Den Landwirtschaftsbetrieben in benachteiligten Gebieten wird ein Ausgleich aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes gezahlt. Die Berufs- und Umweltverbände können in den nächsten Tagen noch Hinweise und Verbesserungsvorschläge einreichen.
 
Danach wird das neu ausgestaltete Programm der EU-Kommission als Teil der "Förderinitiative ländliche Entwicklung" zur Genehmigung vorgelegt.

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