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Produktion und Förderung

Tiermehl: Brüssel will Fütterungsverbot aufheben

© agrar-press
von , am
12.07.2014

Brüssel - 2001 das Verbot, vergangenes Jahr die Lockerung, in einem nächsten Schritt plant die EU nach Angaben der dpa, das Fütterungsverbot von Tiermehl an Schweine und Hühner aufzuheben.

Die EU lässt weiter fünf Prozent konventionelle Bestandteile im Biofutter zu. © Mühlhausen/landpixel
Die EU-Kommission will das Fütterungsverbot von Tiermehl an Schweine und Geflügel aufheben. Wissenschaftliche Analysen würden nahelegen, dass das Risiko zur Übertragung von BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie) sehr gering sei, heißt es in einem internen Papier der EU-Kommission, das dem Informationsdienst dpa Insight EU vorliegt. Es gehe um Mehl und Fette von Tieren, die nicht wiederkäuen, also etwa Schweine und Hühner. Rinder und Ziegen seien nicht gemeint.

Verbot Schritt für Schritt lösen

Wie der Nachrichtendienst dpa berichtet, soll das Verbot unter bestimmten Bedingungen "Schritt für Schritt" aufgeboben werden. Die EU-Kommission wolle dies vorschlagen, nannte aber keinen Zeitpunkt.
 
Den Plan zur Aufhebung des Verbots umreißt die EU-Kommission in einem Strategiepapier. Darin befasst sich die Behörde mit der Frage, wie die EU ihre Verschwendung an Lebensmitteln eindämmen kann. Bis 2025 soll die Lebensmittel-Verschwendung um 30 Prozent sinken. Vergleichswert soll das Jahr 2017 sein - bis dahin will die EU eine Methodik zur Messung von Lebensmittel-Abfall erstellen.

Tiermehl seit 2001 verboten

Die Verfütterung von Tiermehl galt als Auslöser für die Rinderseuche BSE in den 1990er Jahren. Daraufhin wurde diese Art der Fütterung 2001 europaweit verboten, um die Übertragung der Krankheitserreger zu vermeiden. Im vergangenen Jahr wurde das Verbot gelockert, seither darf Tiermehl von Schweinen und Hühnern an Fische in Aquafarmen verfüttert werden. 

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