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Produktion und Förderung

Ukraine gibt Agrarland zum Verkauf frei

von , am
25.03.2011

Kiew - Nach der Zulassung von Geschäften mit Grund und Boden dürfen in der Ukraine ab 2012 sechs Millionen Hektar Landwirtschaftsland verkauft werden.

Vor allem fruchtbares Agrarland ist von der Bodenversiegelung betroffen. Die EU Kommission will dagegen angehen. © www.landpixel.de
Nach der Zulassung der Geschäfte mit landwirtschaftlichem Grund und Boden in der Ukraine dürften dort Ländereien in einer Gesamtgröße von rund sechs Millionen Hektar zum Verkauf angeboten werden. Diese Schätzung hat der stellvertretende Leiter der Staatlichen Bodenressourcen-Agentur, Nikolai Kaljushnyj, abgegeben.
Bei einer Fachkonferenz zu bevorstehenden Veränderungen am inländischen Bodenmarkt stellte Kaljushnyj in Kiew auch den Standpunkt seiner Behörde vor, wonach das Vorrecht auf den Erwerb agrarischer Grundstücke einer staatlichen Organisation gewährt werden sollte. Praktisch handle es sich dabei um staatliche Kontrolle über Geschäfte, die übermäßige Konzentrationen von Grund und Boden in den Händen einzelner Besitzer zu verhindern hätte, erläuterte der Beamte.

Geschäfte mit Agrarland ab 2012 geplant

Der ukrainische Staat ist derzeit Eigentümer von etwa sieben Millionen Hektar landwirtschaftlicher Flächen, darunter 3,1 Millionen Hektar Ackerland. Die Transaktionen mit Agrarland sollen in der Ukraine ab Januar 2012 ermöglicht werden. Ein Gesetzesentwurf, der eine Verlängerung des Moratoriums hierfür um weitere drei Jahre vorsah, ist vom nationalen Parlament Anfang März abgelehnt worden.
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