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Produktion und Förderung

Umfrage: Beregnung steigert Erträge und sichert Qualität

von , am
18.05.2012

Die Mehrheit deutscher Landwirte ist davon überzeugt, dass eine zusätzliche Feldberegnung im Kartoffelanbau Ertrag und Qualität steigert. Das hat eine Umfrage der Kleffmann Group ergeben.

73 Prozent der befragten Landwirte sind der Meinung, dass sich die Beregnung ihrer Bestände für sie finanziell ausgezahlt hat. © landpixel
73 Prozent der 599 Befragten geben an, dass sich eine derartige Maßnahme für sie finanziell gelohnt hat. Lediglich fünf Prozent können dies nicht bestätigen. Die Befragung wurde 2011 im Rahmen des regelmäßigen "Kartoffelpanels" durchgeführt und zeigt, dass die Landwirte ihre Erträge im Gesamtdurchschnitt um 50 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) steigern konnten.
 
So liegt der durchschnittliche Hektarertrag bei 448 dt/ha, auf unberegneten Kartoffelflächen nur bei 398 dt/ha. Obwohl eine zusätzliche Feldberegnung bei extremen Trockenperioden die Qualität und die Erträge sicher stellen kann, blieben im vergangenen Jahr 136.400 Hektar (ha) der gesamten Anbaufläche (259.400 ha) bundesweit unbewässert. 123.000 ha wurden künstlich beregnet (Teil- und Gesamtflächen), davon am häufigsten Speisekartoffeln.

66 Prozent nutzen mobile Beregnungsmaschinen

Die Kartoffel benötigt besonders ab dem Stadium der Knollenbildung bis zur Abreife eine ausreichende Wasserversorgung. Es existieren heute verschiedene Bewässerungsverfahren, die sich durch die Art ihres Einsatzes unterscheiden. So befinden sich flächendeckende Anlagen hauptsächlich bei so genannten Intensivkulturen, im Gemüseanbau, Dauerkulturen oder im Erdbeeranbau.
 
Bei landwirtschaftlichen Kulturen, insbesondere bei Kartoffeln und Zuckerrüben, sind hingegen mobile Beregnungsmaschinen mit Regner- oder Düsenwageneinzug üblich. Bundesweit nutzen 66 Prozent der Landwirte für die künstliche Bewässerung überwiegend mobile Beregnungsmaschinen mit Großflächenregner.
 
Während noch 2003 die Beregnungsmaßnahmen in den östlichen Bundesländern positiver bewertet wurden als in den westlichen, sind 2010 und 2011 keine regionalen Unterschiede erkennbar. Die Investitionen in eine Bewässerungsanlage sind hoch, so dass viele Landwirte überlegen, ob eine entsprechende Planung und Anschaffung in Frage kommt. 
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