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Produktion und Förderung

Umfrage: Gespaltene Meinung zum Neonikotinoid-Verbot

von , am
14.05.2013

In unserer Umfrage haben wir uns für Ihre Meinung zum Thema Neonikotinoid-Verbot interessiert. Das Ergebnis zeigt, dass die Mehrzahl unserer Leser das Verbot für richtig hält.

Dem britischen Bauernverband geht die Ausnahmeregelung nicht weit genug. © Mühlhausen/landpixel
Das Verbot von drei Neonikotinoiden spaltet die Nation. Während die einen jubeln, trauern die anderen. Grund genug, um in einer Umfrage die Meinung unserer Leser zu erfahren. Wir wollten von Ihnen wissen, was sie von dem Verbot halten. Finden Sie es richtig? Oder halten Sie das Verbot für übertrieben?






Mehrheit findet das Verbot richtig

Gespalten wie die Nation, präsentiert sich das Ergebnis unserer Umfrage. Von den 1.000 Lesern, klickten 60 Prozent auf die Antwortmöglichkeit "Richtig so. Lieber Vorsorge treffen, schließlich sind Bienen für die Landwirtschaft wichtig". Mit dieser Meinung schließt sich die Mehrzahl unserer Leser eher den Umweltverbänden. Obwohl diesen das Verbot noch nicht weit genug geht. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner begrüßte die Entscheidung für ein Teilverbot.

Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus in Gefahr

Knapp 40 Prozent unserer User halten das Verbot für übertrieben und sehen Probleme im Verzicht auf die Wirkstoffe. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Industrieverbandes Agrar, Theo Jachmann, auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Jachmann beklagte politischen Aktionismus: "EU-Kommissar Tonio Borg greift nicht zu den Mitteln, die in der Sache den größten Erfolg, sondern in der Öffentlichkeit den größten Applaus versprechen. Es ist bedauerlich, dass Ministerin Aigner ihm auf diesem Weg gefolgt ist und nicht auf den Rat der eigenen Fachbehörden und deutscher Wissenschaftler vertraut". Die Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaus wird sich verschlechtern, dass Landwirte auf den Flächen auf andere Kulturpflanzen, wie etwa Mais, ausweichen.
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