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Produktion und Förderung

Umfrage: Landwirte investieren in Maschinen und Stallbau

von , am
28.01.2014

Laut Umfrageergebnis investieren die meisten Landwirte 2014 in Ernte- und Ackerbaumaschinen. Auch der Stallneubau sowie der Umbau nach Tierwohlkriterien steht bei den Investitionsfreudigen ganz oben.

Investitionsklima 2014: 36 Prozent der Umfrageteilnehmer investieren dieses Jahr in den Stall. © Mühlhausen/landpixel
Das Investitionsklima in der Landwirtschaft ist nach wie vor gut. "Das niedrige Zinsniveau und die gute Rahmenbedingungen an den Agrarmärkten haben die Nachfrage nach Förderfinanzierungen weiter erhöht", berichtet die Landwirtschaftliche Rentenbank. 2013 gab es laut Aussage der Rentenbank einen neuen Rekord bei den Krediten in der Fördersparte Landwirtschaft. Auch in 2014 soll die Investitionsbereitschaft hoch bleiben.
 
Im kommenden wie im letzten Jahr investieren die meisten Landwirte in Ernte- und Ackerbaumaschinen. Das ergab die aktuelle agrarheute-Umfrage zur Investition in 2014. 48,9 Prozent (455 Stimmen) der Umfrageteilnehmer gaben an, im laufenden Jahr Maschinen zu finanzieren.

Stall: Landwirte investieren in Tierwohl

An zweiter Stelle mit insgesamt 36 Prozent steht bei den Landwirten der Stall auf dem Investitions-Plan für 2014. 15,4 Prozent davon bauen im kommenden Jahr einen neuen Stall. 8,7 Prozent investieren in Stalltechnik. Und 11,9 Prozent bauen einen bestehenden Stall nach Tierwohlkriterien um. Dieses Ergebnis bestätigt die Vermutung des Deutschen Bauernverbands, dass Landwirte auf die Branchen-Initiativen für höhere Tierhaltungsstandards reagieren. Neben dem bereits existierenden Tierschutzlabel, plant der Deutsche Bauernverband eine branchenübergreifenden Initiative für höhere Haltungsstandards bei Geflügel und Schweinen. Tierhalter sollen dabei für zusätzliche, über gesetzliche Vorgaben hinausgehende Tierhaltungskriterien einen Kostenausgleich erhalten.

Solar: Investitionsbereitschaft gering

Die kommende EEG-Reform wird der Investitionsbereitschaft in Erneuerbare Energien einen weiteren Dämpfer verpassen. Das Eckpunktepapier von Energieminister Sigmar Gabriel sieht deutliche Einschnitte vor: so sollen neue Stromproduktionsanlagen für den Eigenverbrauch zukünftig 90 Prozent der derzeitigen Ökostromumlage von 6,24 Cent je kwh zahlen.
 
Photovoltaik-Anlagen, die ab August dieses Jahres an Netz gehen, sollen 70 Prozent der EEG-Umlage abgeben. Die geringe Bereitschaft in Solar zu investieren, spiegelt auch das agrarheute-Umfrage-Ergebnis wieder. Nur 6,2 der Befragten (58 Personen) planen eine Investition in Solaranlagen. Bereits letztes Jahr ist, laut Bilanz der Rentenbank, die Nachfrage nach Finanzierungen für Fotovoltaikanlagen deutlich zurückgegangen.

Biogas: Landwirte verhalten

Auch bei Biogas sind die Zeiten wenig rosig. Energieerzeuger aus Biogas müssen sich zum Teil auf deutliche Fördereinschnitte bei Neuanlagen einstellen. Vorgesehen ist laut Reformvorschlag eine Senkung der Einspeisevergütung und ein begrenzter Ausbau. Von den Teilnehmern der Umfrage gaben immerhin 9,1 Prozent (84 Personen) an, in Biogas zu investieren. Auch bei Biogas ist der Anlagenzubau im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

16,6 Prozent mehr Finanzierungen

Die Nachfrage nach Programmkrediten ist im Jahr 2013 in allen Fördersparten gestiegen, so das Jahresergebnis der landwirtschaftlichen Rentenbank. In der Fördersparte "Landwirtschaft" erreichte die landwirtschaftliche Rentenbank ein Neugeschäft von 2,8 Milliarden Euro, und damit 16,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Hier waren insbesondere Gebäude- und Maschinenfinanzierungen gefragt. Ein hohes Niveau erreichten aber auch Kredite für Flächenkäufe. Liquiditätssicherungsdarlehen wurden dagegen weniger als im Vorjahr beansprucht. Für diese Zwecke sagte die Rentenbank 21,6 Mio. € (38,0 Mio. €) zu. Davon wurden 8,2 Mio. € für Schäden in der Landwirtschaft durch das Hochwasser im Frühsommer zugesagt.
 

DBV-Faktencheck: Zukunft der Bioenergie

 
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