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Produktion und Förderung

Umfrage: Pro und Contra Direktzahlungen

© Mühlhausen/landpixel
von , am
06.11.2012

Sind Direktzahlungen noch zeitgemäß? Knapp 53 Prozent unserer Leser sind der Meinung, dass Direktzahlungen nach wie vor gebraucht werden. Die anderen 47 Prozent würden auch ohne auskommen.

Lohnt sich der Anbau von Winterweizen? Mit dem Berechnungs-Tool der LfL lässt sich dies schnell herausfinden. © agrar-press
In unserer Umfrage wollten wir von Ihnen wissen, ob Sie bei den aktuellen Agrarpreisen auch ohne Direktzahlungen auskommen würden. Eine spannende Frage, wie die hohe Beteiligung unserer Leser zeigte. Und eine Frage, bei der sich die Landwirte keinesfalls einig zu sein scheinen.

Contra Direktzahlungen

47,08 Prozent unserer Leser klickten die Antwortmöglichkeit: Stimmt, gut wirtschaftende Betriebe brauchen keine Direktzahlungen an, und geben damit Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident vom Thünen-Institut, recht. In einer Öffentlichen Anhörung zur Geimeinsamen Agrarreform Ende Oktober plädierte er für einen langfristigen Ausstieg aus dem System der Direktzahlungen. Er vertrat die Meinung, dass die besten landwirtschaftlichen Betriebe bei den aktuellen Preisen auch ohne Direktzahlungen auskommen.

Pro Direktzahlungen

Anderer Meinung waren 52,92 Prozent unserer Leser. Sie stimmten für die Antwort: Direktzahlungen sind nötig um wettbewerbsfähig zu sein. Ähnlich differenziert waren auch die Meinungen der Sachverständigen im Agrarausschuss. Denn auch hier gab es Stimmen, die sich eindeutig für die Beibehaltung der Direktzahlungen aussprachen. Der Deutsche Bauernverband hält Direktzahlungen bis 2020 für dringend nötig, wenn es nicht zu Strukturbrüchen in der Landwirtschaft kommen soll.
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