Login
Produktion und Förderung

USA: Preise für Agrarland steigen weiter

© Tim Reinhart/ pixelio
von , am
09.08.2012

Washington - Die Preise für Acker- und Grünland sind 2011 in Deutschland um 14 Prozent gestiegen. Auch in Amerika wird Agrarland teurer. Mit 24.305 Euro/Hektar (2012) ist Land in New Jersey am teuersten.

Sonnenuntergang über amerikanischen Feldern. © Tim-Reinhart/pixelio.de
Jedes Jahr in der 1. Junihälfte werden in den USA die Bodenpreise in der Landwirtschaft erfasst. Bereits im August veröffentlicht USDA die Durchschnittswerte. Preise liegen dann für die Bundesstaaten, die Regionen und die USA insgesamt vor. Aus Werten einer Probe von insgesamt 11.085 Flächen werden die Preise mit hohen Sicherheiten errechnet. Die Vergleichbarkeit zu den Vorjahren ist gegeben.
 
Die Analyse für 2012 zeigt, dass die Preise im US-Durchschnitt wieder deutlich gestiegen sind. Für Ackerland wurden im Schnitt pro acre 450 Dollar (890 Euro je Hektar) mehr bezahlt als 2011. Der Durchschnittspreis betrug 3.550 Dollar je Acre (7.015 Euro je Hektar) und damit 14,5 Prozent mehr als im Vorjahr (siehe Abbildung).

Stärkster Preisanstieg in den Northern Plains und im Corn Belt

© NL
In den Northern Plains und im Corn Belt stiegen die Preise mit + 31,1 und +18,5 Prozent (%) am stärksten. In der Südost-Region nahmen sie dagegen um 3,8 % ab. Im Bundesstaat New Jersey (Northeast) werden USA-weit mit 12.300 Dollar je Acre (24.305 Euro je Hektar) die höchsten Ackerland-Durchschnittspreise gezahlt.
 
Seit 2008 (15.600 Dollar je Acre) gingen hier die Preise aber ständig zurück. Das trifft - bis auf Iowa - auch für die anderen Bundesstaaten mit besonders hohen Preisen zu.
 
7.000 Dollar und mehr wurden für Ackerland in
  • Kalifornien (9.810),
  • Arizona (8.500),
  • Delaware (7.800),
  • Iowa (7.300) und
  • Maryland (7.000) ermittelt.

Land in Montana am billigsten

Der niedrigste Durchschnittspreis mit 853 $/acre (1.686 Euro je Hektar) wird in Montana in der Mountain-Region verzeichnet. Die gesamte Region hat einen Durchschnitt von 1.630 $/acre (3.221) für Ackerland.
Als Region liegen die Southern Plains mit 1.610 $/acre (3.181) noch niedriger.
 
Für Bundesstaaten mit bedeutendem Anteil an bewässerten Flächen werden die Durchschnittspreise für bewässerte und nicht bewässerte Flächen angegeben. Die Unterschiede sind natürlich in den trockeneren Regionen deutlich stärker. So werden in Missouri (Corn Belt) für bewässerte Flächen 3.900 und für nicht bewässerte 3.300 $/acre gezahlt, in Nebraska (Northern Plains) 6.000 und 3.500 $/acre und in Kalifornien (Pacific) 12.000 für bewässerte und 3.550 $/acre für nicht bewässerte Flächen.
 
Preis für Weideland steigt nur langsam
 
Die Preise für Weideland sind in den letzten Jahren nur langsam gestiegen. 2012 betrug der Anstieg 4,5 Prozent auf 1.150 $/acre (2.272). In den Northern Plains sind Weiden im Vergleich zum Vorjahr sogar um 21,9 Prozent billiger geworden.
 

agrarheute.com unterwegs: Maisaussaat in den USA (27. April)

Auch interessant