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Produktion und Förderung

USDA-Report: Absturz beim Weizen, Preis-Rallye beim Mais

© agrar-press
von , am
13.01.2014

Mit kräftigen Preisabschlägen für Weizen, einem Preissprung für Mais und einem moderaten Anstieg bei Soja und Raps haben die Terminmärkte auf die Veröffentlichung des neuen USDA-Reports reagiert.

© agrar-press
Am Freitag, 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit, hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seinen USDA-Report veröffentlicht. Die unmittelbare Reaktion der Terminmärkte waren kräftige Preisabschläge für Weizen, ein Preissprung bei Mais und ein moderater Anstieg bei Soja und Raps.
 
Auslöser der Marktreaktionen waren eine Reihe von Einschätzungen des USDA, die der Mark im Vorfeld des Reports so nicht erwartet hatte.

Weniger Mais, deutlich mehr Weizen, mehr Soja

Am größten war die Überraschung wohl bei der Einschätzung des USDA zur US-Maisernte. Hier hatten die Analysten mit einer leichten Korrektur nach oben gerechnet. Das USDA setzte die US-Maisernte nun sogar überraschend nach unten. Auch die US-Endbestände beim Mais wurden wegen des höheren Futterverbrauchs in den USA relativ deutlich nach unten gesetzt. Leicht nach unten ging es deshalb auch mit den globalen Endbeständen beim Mais.
Beim Weizen sorgten die neuen USDA-Daten indessen für weiteren massiven Preisdruck. Sowohl die Endbestände in den USA als auch weltweit wurden vom USDA deutlich über den von Analysten erwarteten Wert nach oben gesetzt. Noch einmal etwas nach oben auf jeweils neue Rekordwerte ging es zudem mit der globalen Weizenernte und auch der Weizen-Export (EU, USA, Russland) wurde noch weiter angehoben.
Bei Soja wurde die US-Produktion etwas stärker nach oben gesetzt als von Analysten erwartet wurden. Grund waren die höheren US-Erträge. Gleichzeitig ließ das USDA die Ernteerwartungen für Argentinien trotz der günstigen Witterungsverhältnisse unverändert. Für Brasilien ging die Ernteprogose nach oben. Die US-Endbestände blieben jedoch wegen der etwas größeren US-Exporte stabil, während die globalen Bestände nach oben gesetzt wurden. Außerdem nimmt der globale Sojaexport weiter zu und erreicht nach Einschätzung des USDA die Marke von 109 Millionen Tonnen (Mio. t). Allein 69 Mio. t Soja gehen nach China.

Absturz bei Weizen, Preissprung bei Mais

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Einige Zeit nach Veröffentlichung der neuen Zahlen (19:00 MEZ) lagen die Weizenpreise in Chicago etwa 2,4 Prozent (%) im Minus bei nur noch 154 Euro je Tonne (Euro/t). Der Mais sprang hingegen um 4,4 % nach oben und notierte bei 124,7 Euro/t. Die Sojapreise legten um ein Prozent zu und die Rapspreise in Kanada zogen ebenfalls um 0,6 % an.
 
Wie so oft können sich die Einschätzungen des Marktes zu den neuen Eckdaten in dieser Woche noch deutlich ändern und den Preisen eine andere Richtung geben.
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