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Steuer und Finanzen

Nicht vergessen: Bestände bei Tierseuchenkasse melden

von , am
19.12.2011

Bad Kreuznach - Bis zum 1. Januar müssen alle beitragspflichtigen Tiere bei der Tierseuchenkasse gemeldet sein. Darauf weist die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz hin.

Erstmals seit 2003 werden auch für Pferde Beiträge fällig. © Andreas Barnickel/pixelio
In den nächsten Tagen werden dazu Meldebögen zur Beitragsveranlagung an alle erfassten Pferde-, Schweine-, Schaf- und Ziegenhalter verschickt. Die Meldung kann auch online im Internet vorgenommen werden.
 
Erfolgt die Meldung der Tierbestände an die Tierseuchenkasse nicht bis zum 15. Februar 2012, werden laut Kammer die Angaben von 2011 für die Beitragsberechnung übernommen. Diese Zahlen seien jedoch erfahrungsgemäß oft nicht aktuell, so dass es im Leistungsfall zu Kürzungen wegen zu geringer Beitragszahlung kommen könne.
 
Tierhalter oder -besitzer, die keinen Meldebogen erhalten haben, obwohl sie meldepflichtig sind, müssen sich mit der Tierseuchenkasse direkt in Verbindung setzen.
 
Die ebenfalls verpflichtende Anzeige jedes Tierbestandes bei der zuständigen Kreisverwaltung oder in kreisfreien Städten bei der Stadtverwaltung und beim Landeskontrollverband ersetze die Meldung zur Tierseuchenkasse nicht, so die Kammer.

Rinderhalter für korrekte Daten verantwortlich

Die Rinderzahlen würden von der Tierseuchenkasse aus dem Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) übernommen. Jeder Tierhalter habe dafür Sorge zu tragen, dass die Angaben am Stichtag 1. Januar 2012 in dieser Datenbank korrekt seien. In seltenen Fällen müssten Rinderhalter ihre Tiere direkt bei der Tierseuchenkasse melden, etwa dann, wenn sie bis zum 1. Mai 2012 keine Beitragsrechnung der Tierseuchenkasse erhalten hätten oder wenn sie erst nach dem 1. Januar 2012 Rinder im Betrieb aufstellten. Rinderhalter, die eine Beitragsermäßigung erhalten wollten, weil ihr Bestand frei von der Bovinen Herpesvirusinfektion Typ 1 (BHV1) sei, sollten ihre Freiheitsbescheinigungen nicht an die Tierseuchenkasse schicken, sondern sich bei den Kreisverwaltungen versichern, dass sie von dort als BHV1-frei an die Tierseuchenkasse gemeldet würden.
 
Beitrag auch für Pferde
 
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz muss erstmals seit 2003 auch für Pferde wieder ein Beitrag erhoben werden, da die Rücklagen der Kasse vor allem durch die Übernahme der Tierkörperbeseitigungskosten nahezu aufgezehrt seien. Von der Tierseuchenkasse würden allerdings nur für solche Pferdebesitzer Leistungen erbracht, die ihrer Meldepflicht nachkämen und ihren Beitrag bezahlten. 

Für Bienenvölker muss derzeit kein Tierseuchenkassenbeitrag entrichtet werden.
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