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Produktion und Förderung

Verschmutzten Grünlandaufwuchs richtig entsorgen

von , am
16.07.2013

Hannover - Grünlandaufwuchs, der von dem Hochwasser verschmutzt wurde, muss nun sachgerecht entsorgt werden. Das Niedersächsische Ministerium hat einen Erlass zur Entsorgung von Abfällen herausgegeben.

Verschmutzer Aufwuchs durch das Hochwasser, ist wie Abfall zu entsorgen. © Mühlhausen/landpixel
Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz hat einen Erlass zur Entsorgung von Abfällen aus den aktuell von Hochwasser betroffenen Gebieten und Flussauen in Niedersachsen herausgegeben. In den aktuell von Hochwasser betroffenen Gebieten und Flussauen haben Grünland und Kulturpflanzen durch die lange Überstauung und den Abfluss des Wassers erheblich gelitten. Durch den Kontakt mit dem Wasser und den angeschwemmtem Sedimenten kann die Verwendung der Pflanzen als Futtermittel nicht mehr möglich sein. Unbrauchbar gewordenes Gras, Heu und anderer Aufwuchs sind folglich Abfall und daher zu entsorgen. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen gibt Hinweise für die Nachsorge der betroffenen Flächen.

Verschmutzter Grünlandaufwuchs ist Abfall

Oberstes Gebot ist die Minimierung von Futtermittelverschmutzungen. Bei den überfluteten Flächen betrifft dies:
  • 
Fremdkörper (Treibgut, z. B. Autoreifen, Plastik, Müll etc.)

  • Treibsel (organische Substanz)

  • abgestorbener oder/und mit Sedimenten verschmutzter, verdorbener Aufwuchs
  • Krankheitskeime
     Zur Entsorgung von verschmutztem Grünlandaufwuchses ist der Erlass des Ministeriums zu beachten. Danach ist verschmutzter Grünlandaufwuchs Abfall. Betroffene Landwirte sollen sich mit den zuständigen unteren Abfallbehörden zwecks Entsorgung in Verbindung setzen. Aus Vorsorgegründen sollte verdorbener Aufwuchs durch einen Säuberungsschnitt von der Fläche entfernt werden. Bei Einhaltung der Schadstoffhöchstgehalte nach zurzeit geltender Bioabfallverordnung (BioAbfV) und Düngemittelverordnung (DüMV) darf der Abfall als organisches Düngemittel im Deichhinterland auf Ackerflächen zum Zwecke der Düngung verwertet werden (Fließschema). Für eine Verwertung in Biogasanlagen gilt das Gleiche. In Biogasanlagen können jedoch anhaftende mineralische Partikel zu Problemen im Anlagenbetrieb führen. Vor der Mahd ist das Treibgut abzulesen. Das Treibgut ist den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern anzudienen.
     

    Vegetationsreport: Bericht aus dem Hochwassergebiet (4.07.2013)

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