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Produktion und Förderung

Viehdichte: Die 5 Landkreise mit den meisten Schweinen

von , am
13.04.2015

Wer hält die meisten Schweine? Antworten verspricht eine Analyse des Thünen-Instituts. Lesen Sie hier, welche Landkreise die meisten Schweine je Hektar halten.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen waren 2010 Bundesländer mit der größten Viehdichte bei Schweinen. © Thünen-Institut
Über 50 Prozent der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Doch wie verteilt sich die Nutzung? Diese Frage beantwortet der "Agraratlas" des Thünen-Instituts. Die Braunschweiger Wissenschaftler stellen darin bis auf Gemeindeebene dar, wie sich Landnutzung und Tierhaltung verteilen. 
 
Der Agraratlas basiert auf Daten aus der Agrarstrukturerhebung, anderen Agrarstatistiken und georeferenzierten Landnutzungsdaten von 1999 bis 2010. Wo die meisten Schweine je Hektar gehalten werden, haben wir für Sie herausgesucht.

Niedersachsen

Niedersachsen, speziell der Südwesten, sticht im Agraratlas als Region mit einer besonders hohen Besatzdichte je Hektar bei Schweinen heraus. Generell verwendet das Thünen-Institut zur Einordnung Großvieheinheiten (ein Umrechnungsschlüssel auf Basis des Lebendgewichts) je Hektar. Die Grenzen liegen bei
 
0
> 0 - 0,1
> 0,1 - 0,32
> 0,32 - 0,66
> 0,66 - 1,09
>1,09 - 1,82 Großvieheinheiten je Hektar
 
Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2010, aktuellere Angaben liegen nicht vor.
 
Mit 1,09 bis 1,82 Großvieheinheiten je Hektar gibt es in diesen niedersächsischen Landkreisen die größte Viehdichte bei Schweinen:
  • Vechta
  • Cloppenburg
  • Diepholz

Nordrhein-Westfalen

Auch der nördliche, an Niedersachsen angrenzende, Teil Nordrhein-Westfalens zeichnet sich durch eine hohe Viehdichte bei Schweinen aus. 1,09 bis 182 Großvieheinheiten (2010) verzeichnet das Thünen Institut in den Kreisen
  • Coesfeld
  • Warendorf
Die nächsten Bundesländer mit größeren Viehdichten bei Schweinen sind Bayern und Baden-Württemberg. In einigen Kreisen verzeichnet das Thünen-Institut hier zwischen 0,66 und 1,09 Großvieheinheiten je Hektar.

In Bildern: 10 Tipps zur Minimierung der Ferkelverluste

Tipp 1: Um Verluste zu verringern, Sie sollen auf die Zeit zwischen den Geburten einzelner Ferkeln achten. Das beträgt in der Regel maximal 15 Minuten. Tot geborene Ferkel kommen erst nach 45 bis 60 Minuten. © Bräunig/Grave
Tipp 2: Sie könnnen den Anteil an erdrückten Ferkeln während des Geburtes senken, wenn Sie den Sauen bereits vor der Geburt Nestbaumaterial anbieten. Hier haben sich Jutesäcke bewährt. © Bräunig/Grave
Tipp 3: Beim "Grätschens" hilft es, wenn Sie die Hinterbeine des Ferkels zusammenbinden. Für eine verbesserte Bodengriffigkeit können Sie Trockenpulver oder eine Matte verwenden. © Bräunig/Grave
Tipp 4: Stellen Sie eine optimale Temperatur von 32 bis 35 C° im Ferkelnest sicher. Tipp 5: Dämen Sie das Licht im Ferkelnest. Zu viel und zu starkes Licht wirkt immunschwächend. Neugeborene ziehen das Halbdunkel vor - daher sind Rotlichtlampen zu empfehlen. © Bräunig/Grave
Tipp 6: Geben Sie den Ferkeln möglichst schnell Kolostrum. Die Reserven von Ferkeln reichen höchstens für einen Tag. Das Ferkel muss möglichst schnell Kolostrum aufnehmen, um die Energie aus der Milch in Wärme umzusetzen. © Bräunig/Grave
Tipp 7: Die Sau bildet nur eine bestimmte Menge Biestmilch mit lebensnotwendigen Abwehrstoffen. Damit jedes Ferkel seinen Teil bekommt (mindestens 250 g pro Ferkel), können Sie die erstgeborenen Ferkel markieren und diese, nachdem sie schon getrunken haben, hinter eine Trennwand setzen, um auch die zuletzt Geborenen trinken zu lassen. © Bräunig/Grave
Tipp 8: Beim (Tot-)beißen geben Sie den Sauen kein Oxytocin, dafür eventuell ein Beruhigungsmittel. Ferkel von Jungsauen sind anfälliger als die von Altsauen für Infektionen, weil das Abwehrsystem ihrer Mütter noch nicht voll entwickelt ist. © Bräunig/Grave
Tipp 9: Beim Kastrieren sollen Sie es mit einem waagerechten Schnitt versuchen anstelle von zwei senkrechten. So verursachen Sie statt zwei Wunden nur eine. © Bräunig/Grave
Tipp 10: Der beste Zeitpunkt zum Verabreichen von Eisen ist der dritte Lebenstag. Geben Sie keines bei Infektionen der Ferkel mit Clostridien und bei E.-coli-Durchfällen. © Bräunig/Grave
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