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Produktion und Förderung

Viel zu viele Feldmäuse

von , am
19.04.2013

Bereits jetzt hat die Feldmauspopulation in Teilen Deutschlands eine kritische Größe erreicht. Auf einigen Flächen wurden 50 bis 60 Mäuselöcher je Quadratmeter gezählt.

Die Giftköder müssen verdeckt in die Nester eingebracht werden. © landpixel
"Die Populationen an Feldmäusen haben in Teilen Thüringens, Hessens, Sachsens und Sachsen-Anhalts ein kritisches Ausmaß erreicht. Selbst die lang anhaltende Winterwitterung konnte das Problem nicht verringern", berichtet Helmut Gumpert, Thüringer Bauernpräsident und im DBV zuständig für Saatgutfragen.
 
Nach Einschätzung von Gumpert könne man derzeit nicht ausschließen, dass die zu erwartenden Schäden bei der kommenden Ernte noch größer sein werden als im Vorjahr.

2012: Ernteverluste bis zu 80.Tonnen

Für das Jahr 2012 beziffert Gumpert allein für den Landkreis Sömmerda im Thüringer Becken einen Ernteverlust von 80.000 Tonnen Getreide mit einem Gesamtschaden von etwa 16 Millionen Euro für die Bauern. "Aktuell müssen wir die Lage sehr gut beobachten", so Gumpert.
Feldmäuse gäbe es immer, nur nicht in dem Maße. "Schon jetzt können wir feststellen, dass auf einigen Flächen 50 bis 60 Mäuselöcher je Quadratmeter auftreten." Es sei jetzt wichtig, dass die zuständigen Behörden die Bauern vor Ort gut beraten und im Bedarfsfall auch den Einsatz wirksamer Mittel zulassen. In jedem Falle müsse ein Übergreifen auf weitere Regionen verhindert werden.
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