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Steuer und Finanzen

In vier Schritten zum erfolgreichen Finanzcontrolling

von , am
02.10.2015

Professionelles Controlling bringt Vorteile und kann das Rating bei Kreditvergaben deutlich verbessern. In vier Schritten erfahren Sie, wie ein erfolgreiches Finanzkontrolling funktioniert.

Aktives Controlling im Betrieb führt zu einem besseren Rating bei den Kreditvergaben der Banken. © Mühlhausen/landpixel
Aktives Finanzcontrolling bringt viele Vorteile für den Landwirt. Wie in dem Beitrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) über "Effizientes Finanzcontrolling in der Landwirtschaft" zu lesen ist, führt das professionelle Controlling eines Betriebes zu einem besseren Rating bei den Kreditvergaben der Banken. Für den Betrieb sollen sich unter anderem folgende Vorteile ergeben:
  • kostengünstigeres Fremdkapital,
  • geringere Zinsen und Kosten

Schritt 1: Mit dem "Jahres-Voranschlag" starten

Sie beginnen mit dem "Jahres-Voranschlag" - am besten nach der Ernte. In dieser Zeit ist es leichter, da die meisten Angaben (Erntemengen, Tierleistungen, Marktpreise) schon bekannt sind. Die unbekannten Leistungen und Preise müssen berechnet werden. Wenn ein Teil der Angaben immer noch unbekannt ist, können Sie aufgrund der Vorjahreszahlen und dem bestehenden Trend nach diese abschätzen. 
 
So funktioniert Finanzkontrolling in der Praxis:
  • Die Buchstelle schickt dem Landwirt den aktuellen Geldrückbericht im  Excelformat
  • Der Landwirt erstellt meistens in Zusammenarbeit mit seinem Wirtschaftsberater  den Voranschlag auf dem Excelformat und schickt diesen zurück an die Buchstelle
  • Die Buchstelle übernimmt die Plandaten in die Buchführung und ergänzt sie um einen Soll-Ist-Vergleich. 
  • Die Ergebnisse werden im Abschlussformat ausgedruckt.
  • Die finanzierenden Banken bevorzugen solche Planungsunterlagen, die ihr in dieser Form bekannt sind.

Schritt 2: Unterjährige Buchungssysteme einrichten

Bei der Umstellung auf unterjährige Buchungssysteme müssen die Ergebnisse der "Einnahmen- und Ausgabenrechnung" nicht mit dem monatlichen Kontostand und der verfügbaren Liquidität übereinstimmen. Grund dafür ist, dass Einnahmen oder Ausgaben nicht immer gleichzeitig Einzahlungen oder Auszahlungen sind.
 
Wichtig für den Landwirt ist zu wissen, wie seine Liquidität nicht nur im Moment, sondern auch zu jedem Planungszeitpunkt des Wirtschaftsjahres aussieht. Controlling soll monatlich erfolgen und sich von steuerlichen Terminen frei halten. Das gilt sowohl für das laufende Jahr wie für Voranschlags - und Planungszeiträume.

Schritt 3: "Offene Posten" einführen

Die Buchung "offener Posten" (OP) bedeutet Vorgänge erst dann zu buchen, wenn bezahlt wird. Die OP-Buchführung wird auch Kreditoren- und Debitoren-Buchführung genannt.  Sie betrachtet den Stand der Verbindlichkeiten und Guthaben (also das Kontokorrent) eines Unternehmens. Bei der OP-Buchführung werden Geschäftspartnerkonten eingerichtet. Jeder Lieferant und jeder Kunde erhält ein eigenes Konto in der Buchführung.
 
Für die Buchung gibt es drei Möglichkeiten:
  1. Nach Zahlungsvorgang (Datum des Eingangs oder Ausgangs von Geld- bislang oft das übliche Verfahren)
  2. Nach Rechnung (Datum der Eingangs- oder Ausgangsrechnung- OP-Buchhaltung)
  3. Nach Erstbeleg (Datum des Lieferscheins für Wareneingang und -ausgang -OP-Buchhaltung)-das erfordert oft eine zweite Buchung bei Rechnungseingang wegen möglicher Abweichungen durch Skonto.

Schritt 4: Form des Controllings auswählen

Wichtig für die Entscheidung über die Konzeption des einzurichtenden Controlling - Systems ist die Struktur und der Organisationsgrad des Unternehmens. Es gibt drei Arten von Unternehmen:
  1. Einfach organisierte reine Ackerbaubetriebe mit guter Gewinn- und Vermögenslage: Das Unternehmen betreibt keine weiteren Betriebszweige. Das Fremdkapital ist unter jeder Risikolinie. Die finanzierende Bank vergibt unkompliziert Kredite.
  2. Vielseitig organisierte landwirtschaftlich geprägte Unternehmen: Das Unternehmen  hat viele Produktionsverfahren und Betriebszweige. Es besteht aus mehreren Betrieben oder Gesellschaften. Eine hohe Fremdfinanzierung ist eingegangen.
  3. Sehr großevielseitig organisierte landwirtschaftlich geprägte Unternehmen: Neben der laufenden Liquiditätsplanung und -steuerung sowie dem relativ kurzfristigen Planungshorizont können mit Leichtigkeit weitere Planungszeiträume mit einbezogen. 

So bekommen Großmaschinen eine Fahrerlaubnis

Mehr Leistung, breitere Geräte - der Trend zu großen Maschinen und Geräten ist ungebrochen. Das was die Technikfans begeistert, kann mit Maßen oder Gewicht auf der Straße zum Problem werden. (Foto: Hermann Krauss) © Hermann Kraus
Vorbaumaß überschritten: Von Lenkradmitte bis zum Vorderkante des Anbaugerätes sollten 3,50 Meter eingehalten werden. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Mit Kamerasystemen können Sichtfeldeinschränkungen ausgeglichen werden. Auf diesem Bild sieht man eine Kamera, die in einen Fronttank für Dünger und Saatgut integriert wurde. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Ein Spiegel an einem Frontanbaugerät: Nach der Spiegeleinstellung in die richtige Position soll sich der Fahrer bezüglich der Sichtverhältnisse sicher fühlen. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Bei Überschreitung der Einzelfahrzeuglänge von 12 m ist eine Ausnahmegenehmigung und eine Erlaubnis für die Straßenfahrt erforderlich. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Die Fahrzeugbreite darf bei der Ausstattung mit Breitreifen drei m betragen. Der Fahrzeugaufbau darf nur 2,55 m breit sein. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Die Transportbreite von angehängten oder angebauten Arbeitsgeräten darf ohne Genehmigung drei m nicht übersteigen. Ab 2,75 m sind Warntafeln erforderlich. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
Zuglänge überschritten: Eine Zugmaschine mit Anhängern darf maximal 18,75 m lang sein. Es wird von der äußersten Vorderkante - einschließlich Frontgewicht - bis zur Hinterkante des Anhängers gemessen. (Foto: Martin Vaupe) © Martin Vaupel
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