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Produktion und Förderung

'Wachstumsschwelle' liegt bei 100 Hektar

von , am
21.10.2013

Bonn - Die Wachstumsschwelle beträgt laut dem Rheinischen Landwirtschaftsverband inzwischen 100 Hektar. Im Schnitt werden 58 Hektar je Hof bewirtschaftet.

Voraussichtlich werden die Landwirte 2017 etwas weniger Braugerste aussäen. Rund die Hälfte der Flächen sind schon bestellt. © Mühlhausen/landpixel
Der anhaltende Strukturwandel in der Landwirtschaft hat dazu geführt, dass nur noch die Zahl immer flächenstärkerer Betriebe zunimmt. Wie der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) am vergangenen vergangene Woche mitteilte, ist die sogenannte Wachstumsschwelle in Deutschland mittlerweile auf 100 Hektar (ha) landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) gestiegen. Unterhalb dieser Größe verringert sich die Zahl der landwirtschaftlichen Höfe, darüber nimmt sie zu.

Der Strukturwandel verlangsame sich

Nach Angaben des RLV erhöhte sich die Zahl der Agrarbetriebe mit mehr als 100 ha im Zeitraum von 2007 bis 2011 um 2.400 auf 34.100 Unternehmen, die zusammen 56 Prozent der LF in Deutschland bewirtschafteten. Aktuellen Erhebungen zufolge gab es 2012 im Bundesgebiet insgesamt nur noch 287.500 Höfe, nachdem innerhalb von fünf Jahren mehr als 34.000 Unternehmen oder 10,6 Prozent ihre landwirtschaftliche Tätigkeit aufgegeben hatten. Der jährliche Verlust an Agrarbetrieben habe sich damit auf 2,2 Prozent belaufen, das sei weniger als die Abnahmerate von durchschnittlich 3,0 Prozent in den Jahrzehnten zuvor, erläuterte der RLV. Ihm zufolge ist der Strukturwandel im Agrarbereich damit noch voll im Gang, hat sich in den vergangenen Jahren aber verlangsamt.

Durchschnittlich 58 Hektar pro Hof

Im Schnitt verfügten die Landwirte 2012 über eine Fläche von 58 ha je Hof. Das waren sechs ha mehr als 2007. Bei regionaler Betrachtung war sowohl in West- als auch in Ostdeutschland ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bei den Betriebsgrößen sichtbar. Die Flächenausstattung allein lasse jedoch noch keine Aussage über die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit zu, betonte der RLV, denn die könne auch bei kleinem Areal etwa durch den Anbau von Sonderkulturen, besondere Vermarktungsformen oder durch eine intensive Tierproduktion gegeben sein.

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