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Produktion und Förderung

'Weizenpreise bleiben stabil'

von , am
26.11.2012

Herrsching - Die Nachfrage nach europäischem Weizen am Weltmarkt ist gut. "Dadurch werden die Preise in den nächsten Wochen und Monaten hoch gehalten", prognostizierte dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf den Erzeugertagen.

Zum 42. Mal konnten sich Landwirte bei der Woche der Erzeuger und Vermarkter über das Geschehen an den Märkten informieren. Am Donnerstag referierte unser dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke über den Getreide- und Ölsaatenmarkt.
 
Auf europäische Landwirte, die ihren Weizen noch nicht vermarktet haben, sieht Zinke in den kommenden Wochen und Monaten gute Preise zukommen.

Wetter führt zu Preisschwankungen

Durch die Dürre in Amerika und die Trockenheit in der Schwarzmeerregion wurde deutlich weniger Getreide geerntet als üblich. "Die Exportüberschüsse sind deswegen knapp geworden, das Angebot am Weltmarkt ist im Vergleich zur Nachfrage klein", erklärt Zinke. Die Ursache für das Auf und Ab an den Börsen sieht Olaf Zinke im extremen Wetter. Die dadurch bedingte Unsicherheit während der Vegetationszeit habe in den vergangenen Monaten zu Preisschwankungen auf den Getreidemärkten gesorgt.

Export hält die Preise hoch

Dr. Olaf Zinke rechnet damit, dass die Weizenvorräte für den Export aus Russland und der Ukraine in den nächsten Wochen zur Neige gehen. Die Schwarzmeerregion spielt beim Weizen- und Maisexport weltweit eine große Rolle. Ein schlechte Weizenernte führt dazu, dass das Angebot am Weltmarkt deutlich sinkt. "Dadurch wird die Nachfrage nach Weizen aus der EU umso stärker", erklärt Zinke.
Allerdings sei der europäische Markt durch die unterdurchschnittliche Weizen- und schwache Maisernte ebenfalls nicht so gut versorgt. Viele Landwirte hätten ihr Getreide bereits vermarktet. Das birgt noch bessere Preisaussichten, für die, die noch nicht verkauft haben, so dlv-Marktexperte Olaf Zinke: "Die Nachfrage nach europäischem Weizen ist sehr gut, die Preise bleiben durch den Export mindestens stabil oder gut."
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