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Steuer und Finanzen

Weniger Geld für Rohmilch und Schlachtschweine

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
09.02.2012

Bonn - Der Preisindex der Agrarmarkt Informations-GmbH für die wichtigsten in Deutschland erzeugten landwirtschaftlichen Rohstoffe hat im Januar weiter nachgegeben.

Auch 2015 bleiben die Schweinepreise aufgrund des hohen Angebots unter Druck. © Mühlhausen/landpixel
Mit 135,2 Punkten war der Wert für die 13 im Index enthaltenen Agrarprodukte um 0,8 Punkte oder 2,9 Prozent niedriger als im Dezember 2011. Damit setzt sich der leichte Abwärtstrend des Indikators für die wirtschaftliche Entwicklung nach einer kurzen Verschnaufpause im November weiter fort.

Mit dem zuletzt erreichten Niveau liegen die Rohstoffpreise aber immer noch um 1,2 Prozent über der Vorjahreslinie.

Saisonbedingt schwächere Erzeugerpreise

Die Ursache für den Abschwung des Agrarrohstoff-Index waren laut AMI vor allem saisonbedingt schwächere Erzeugerpreise für Rohmilch und Schlachtschweine. Auch bei Jungstieren kam es nach den Rekordpreisen im Vorweihnachtsgeschäft zu der erwarteten Kurskorrektur nach unten. Im Gegensatz dazu hat sich die Preiserholung bei den pflanzlichen Produkten - unterstützt durch die positive Stimmung an den Terminmärkten - im Januar fortgesetzt. Der deutsche Teilindex für Getreide und Ölsaaten stieg gegenüber Dezember um 4,8 Prozent.
 
Februar: Schwächere Preise bei Milch, stabile Tendenz bei Rindfleisch
 
Im Februar erwartet die AMI jahreszeittypisch schwächere Preise bei Milch, aber stabile bis knapp behauptete Tendenzen bei Rindfleisch. Am Schweinemarkt wird in diesem Monat mit einer etwas besseren Fleischnachfrage aufgrund von leichten Absatzimpulsen im Inland und im Export gerechnet. Getreide und Ölsaaten dürften laut AMI ihre stabile Preistendenz beibehalten.

Die AMI-Expertin Wienke von Schenk spricht über die Aussichten auf dem Getreide- und Ölsaatenmarkt. Was Sie als Landiwirt beachten sollten, erfahren Sie im Interview ...
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