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Niedersachsen

Wirtschaftsdünger: Ausstehende Meldungen umgehend nachholen

LWK Niedersachsen
am
03.02.2016

Die Wirtschaftsdüngerlieferungen aus dem zweiten Halbjahr 2015 mussten in Niedersachsen bis Ende Januar gemeldet werden. Die Landwirtschaftskammer weist darauf hin, noch ausstehende Meldungen jetzt umgehend nachzuholen.

In Niedersachsen mussten die Lieferungen von Wirtschaftsdüngern aus der zweiten Jahreshälfte 2015 bis Ende Januar gemeldet werden. Noch ausstehende Meldungen sollten laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen umgehend nachgeholt werden.

Die häufigsten Meldefehler sind dabei laut LWK:

  • Meldepflichtig sind alle Betriebe, die pro Jahr mehr als 200 t Wirtschaftsdünger abgeben.
  • Reine Aufnehmer (geben selbst keine Wirtschaftsdünger ab) sind bisher von der Meldepflicht ausgenommen. Die Meldepflicht ist mit der mit Novellierung der Meldeverordnung geplant.
  • Die Meldepflicht eines Betriebes umfasst grundsätzlich alle Abgaben und Aufnahmen von Wirtschaftsdüngern.
  • Bei Lieferungen zwischen zwei meldepflichtigen Betrieben, sind zwei Einzelmeldungen erforderlich, eine Abgabemeldung für den Abgeber und eine Aufnahmemeldung für den Empfänger. Es reicht nicht, wenn einer der beiden Betriebe seine erforderliche Meldung erstellt hat.

Hotline gibt ganzjährig Auskunft

Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen weiter schreibt, sollten die Meldungen immer rechtzeitig überprüft werden, um behördliche Beanstandungen bei den halbjährlichen Datenbankprüfungen oder bei Vor-Ort-Kontrollen zu vermeiden.

Unter der Hotline 0441/801 650 gibt die Meldestelle ganzjährig umfassend Auskunft und Hilfestellung.

Meldefehler vermeiden

Bei behördlichen Prüfungen im Meldeprogramm und bei Vor-Ort-Kontrollen wurden 2015 laut LWK verschiedene Meldefehler festgestellt, die Verstöße gegen die Meldeverordnung darstellen und als Ordnungswidrigkeit zu ahnden sind (§ 2 Niedersächsische Verordnung über Meldepflichten in Bezug auf Wirtschaftsdünger): "Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b des Düngegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 eine Meldung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig macht."

Grundlage für eine korrekte Meldung sind die Angaben lt. Aufzeichungen gemäß § 3 Bundesverbringensverordnung (Lieferscheine). Die Angaben von Zulieferer und Empfänger einer Lieferung müssen übereinstimmen und mehrere Einzellieferungen lt. Lieferschein dürfen bei der Meldung nicht weiter zusammengefasst werden.

Das Meldeprogramm biete zur Überprüfung der Meldungen den automatisierten "Meldungsabgleich" und verschiedene Übersichten.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter Hinweisblatt_Meldeprogramm_Wirtschaftsduenger_Niedersachsen.pdf

Neuheiten 2015: Düngerstreuer ZA-V von Amazone

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