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Produktion und Förderung

Zwischenfruchtanbau: Worauf setzen Sie?

von , am
02.08.2011

München - Zwischenfrüchte rentieren sich - ökologisch wie auch ökonomisch. Teilweise wird der Anbau bezuschusst. Jetzt, nach der Getreideernte, beginnt die Hochsaison.

Zwischenfruchtanbau lohnt sich - ökologisch und ökonomisch. (Im Bild: Phacelia) © landpixel
Für den Zwischenfruchtanbau sprechen einige Argumente: Zum Einen wird durch die Durchwurzelung die Bodenstruktur verbessert, zum Anderen vermindert der bedeckte Boden die Bodenerosion. Neben einer Anreicherung des Bodens mit Nährstoffen (bei Leguminosen vor allem Stickstoff) kann die Zwischenfrucht auch als zusätzlich Futterquelle genutzt werden und - bei entsprechender Sortenwahl - der Nematodenbekämpfung dienen.

Zwischenfruchtanbau: Jetzt ist Hochsaison

Nach der Getreideernte geht jetzt die Hochsaison im Zwischenfruchtanbau los. Die Agrarvis hat in ihren Niederlassungen nachgefragt und sich nach dem aktuellen Erntestand erkundigt.
 
Johannes Hofnagel, Geschäftsführer der Agravis Kornhaus Ostwestfalen GmbH, schätzt, dass in seiner Region derzeit noch knapp zehn Prozent der Gerste auf den Feldern steht. Beim Raps seien inzwischen "nennenswerte Mengen" abgeerntet worden. Die ersten Ertragsschätzungen liegen zwischen drei und vier Tonnen pro Hektar. Der Weizen wird in dieser Region noch einige Tage bis zur richtigen Reife benötigen.
 
In Südniedersachsen sieht es ähnlich aus: "Die Gerstenernte ist so gut wie gelaufen, nur noch zehn Prozent stehen noch auf den Feldern. Auch Raps ist zur Hälfte abgefahren", berichtet Rainer Widdel, Geschäftsführer der Agravis Niedersachsen-Süd GmbH.
 
Etwas anders gestaltet sich die Lage in den östlichen Regionen, in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg: "In der Altmark ist die Ernte von Gerste und Raps weit fortgeschritten, wobei die Erträge eher unterdurchschnittlich sind", beschreibt Wilhelm Winkelmann von der Baro. In der östlichen Börde seien Gerste und Raps abgeerntet, die Erträge allerdings ebenfalls unterdurchschnittlich.
 
"Während die Ernte der Wintergerste deutschlandweit so gut wie durch ist und auch viele Flächen Raps abgeerntet sind, konnten vor Ort erst wenige Bestände geerntet werden", schildert Enno Schmidt von der Agravis Ems-Jade GmbH die Lage im Raum Ostfriesland. Auch in seinem Arbeitsgebiet warten die Landwirte dringend auf Sonne und Wärme, um mit der Ernte beginnen zu können.
 
Auf welche Zwischenfrüchte setzen Sie in diesem Jahr? Machen Sie doch bei unserer rechts stehenden Umfrage mit.
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