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Kaniber: So können die Schweinehalter in der Krise entlastet werden

Schweinestall
am Dienstag, 01.12.2020 - 10:23 (3 Kommentare)

Bayerns Agrarministerin Kaniber hat vier konkrete Vorschläge für ihre Bundeskollegin Klöckner.

Michaela Kaniber

Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat vier konkrete Vorschläge zur Linderung der Krise am Schweinefleischmarkt.

Diese Maßnahmen hat sie in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgeschlagen:

  1. Zur sofortigen Entspannung auf der Produktions- und Schlachtseite sollen Beihilfen zur privaten Lagerhaltung von Spanferkeln eingeführt werden. So könnten ein Schlachtschweinestau im Frühstadium verhindert und bei ohnehin sehr knappen Lagerkapazitäten mehr Schlachtkörper zwischengelagert werden.
  2. Wer jetzt seinen Zuchtsauenstall modernisiert, soll einen Förderzuschlag erhalten, wenn er während des Umbaus die Produktion spürbar drosselt oder vorrübergehend einstellt.
  3. Das bereits im parlamentarischen Verfahren befindliche Baulandmobilisierungsgesetz soll zu einem Stallbau-Beschleunigungsgesetz werden. Neu- und Umbauten, die aus Tierwohlgründen notwendig sind, sollten deutlich beschleunigt werden.
  4. Der Bund und die EU sollen ihre Anstrengungen zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen den Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verstärken.

Unterstützung für Ausweitung der "Novemberhilfen"

Ihre teils kurzfristigen und teils strategisch wirksamen Maßnahmen schlug Kaniber der Bundesministerin im Nachgang zu der Videokonferenz von Bund und Ländern vom 27. November vor.

In ihrem Schreiben sichert die bayerische Ressortchefin ihrer CDU-Kollegin ferner zu, eine Ausweitung der „Novemberhilfen“ des Bundes für Corona-geschädigte Branchen auf die Landwirtschaft zu unterstützen.

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