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Kommentar

Kindersicherheit: Den Hof wie ein Freibad sehen

Vienna Gerstenkorn, LAND & Forst
am
27.02.2017

Ein Bauernhof ist kein Spielplatz. Aber Hofkinder wissen auch: Ein Bauernhof ist der beste Spielplatz der Welt. Ein Kommentar von Redakteurin Vienna Gerstenkorn, LAND & Forst-Redakteurin.

Vienna Gerstenkorn im Portrait

Ein Bauernhof ist kein Spielplatz. Klar. Wer dort aufgewachsen ist, weiß aber auch: Ein Bauernhof ist der allerbeste Spielplatz der Welt. Auf dem Trecker mitfahren, über Ballen turnen, Kühe füttern. Wer als Kind das alles heile überstanden hat, ist mit einer großen Portion Mut und Verantwortungsbewusstsein ausgestattet. Dieses Verantwortungsbewusstsein muss wachsen (dürfen).

Deshalb ist es an "uns" Eltern, Omas, Opas, Tanten und Onkels, das richtige Maß zwischen Schutz und Eigenverantwortung zu finden. Während bei uns auf dem Hof die vierte Generation die ersten Schritte macht und ich mit LAND & Forst-Kollegen über das Thema gesprochen habe, kam mir der Gedanke, den Hof wie ein Freibad zu betrachten.

Kinder können hier viel erleben, aber es lauert auch ein großes Becken an Gefahren: Güllegruben, Tiere, Maschinen. Es gibt aber auch genug Möglichkeiten, jene Bereiche noch besser abzusichern. Und trotzdem passieren Unfälle, meistens durch eine Verkettung unglücklicher (und unglaublicher) Zufälle. Deshalb wird es immer eine Lücke zwischen "kindersicher" und "Bauernhof" geben.

Drei Dinge sind vorteilhaft für Hofkinder

Drei Dinge halte ich aus jetziger Sicht für sinnvoll, um diese Lücke kleiner zu machen. Erstens: kindersichere Bereiche, zum Beispiel eine umzäunte Sandkiste. Wenn es schnell gehen muss und unvorhersehbare Situationen entstehen, muss es Bereiche geben, in denen die Kinder sich geschützt aufhalten können.

Zweitens: Klare Zuständigkeiten. Bis zu einem gewissen Alter müssen Kinder immer im Blick behalten werden. Auf dem Hof meist kein Problem, weil hier oft viele Menschen sind. Doch wenn jeder ein bisschen guckt, guckt schnell mal keiner.

Drittens: bauernhofsichere Kinder. Die beste Methode, um Kinder im Freibad zu schützen, ist wohl, ihnen das Schwimmen beizubringen. Je eher, desto spielerischer klappt das.

Hofkinder brauchen auch Schwein

Genauso sehe ich es es auf dem Hof: Hält man die Kinder immer von der Gefahr fern, lernen sie nicht, Situationen einzuschätzen und damit umzugehen. Traut man ihnen aber etwas zu und begleitet sie Schritt für Schritt, dann lernen sie, Verantwortung zu übernehmen. Später werden sie im besten Fall auch ihre Freunde "an die Hand nehmen" und den Gefahren aus dem Weg gehen.

Wenn ich daran denke, wie wir früher den Ballenwagen zur Rutsche umfunktioniert oder meinen Cousin auf dem Kornwagen vergessen haben, weiß ich aber auch: eine Portion "Schwein gehabt" gehört dazu. Die wünsche ich jedem Bauernhofkind.

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