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Kaliproduktion

K+S muss Salzproduktion herunterfahren

© 2micha/wikipedia
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Katharina Krenn , agrarheute
am
02.12.2015

Der Düngemittelhersteller K+S ist derzeit gezwungen die Produktion zu drosseln. Die Erlaubnis für das Entsorgen von Salzabwasser ist ausgelaufen.

Zum 1. Dezember lief die Genehmigung für K+Szum Versenken von Salzlauge in den Erdboden aus und ist nicht verlängert worden. Daraufhin mussten gestern 1.300 Beschäftige am Standort Hattdorf die Arbeit niederlegen.

Mit dem Auslaufen der Genehmigung bleibt dem Unternehmen nur noch die Entsorgung über den Fluss Werra. Da der Fluss jedoch nur begrenzt Salzabwasser aufnehmen kann, musste die Produktion in Hattdorf nun vorerst gestoppt werden.

K & S hofft auf Übergangsgenehmigung

"Wir haben dort nur noch Luft für drei bis vier Tage. Dann geht je nach Wasserstand der Werra auch dort nichts mehr und weitere 450 Beschäftigte sind betroffen", sagte K+S-Sprecher Michael Wudonig am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Werk Werra, zu dem die Standorte Hattorf und Unterbreizbach zählen, werden 45 Prozent der Kali- und Magnesiumprodukte des K+S-Geschäfts hergestellt, wie Wudonig erklärte.

K+S hofft bis Weihnachten auf eine Übergangsgenehmigung zum Versenken der Salzlauge. Das Regierungspräsidium in Kassel prüft derzeit eine zeitlich begrenzte Erlaubnis.


 

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