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Insolvenzverfahren

KTG-Agrar-Pleite: Auswirkungen auf den Bodenmarkt

Kulturlandschaft
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Anke Fritz, agrarheute
am
02.09.2016

Die Bundesregierung erläutert in einer Antwort auf eine kleine Anfrage die Auswirkungen der KTG-Agrar-Pleite auf den Bodenmarkt. Der Verkauf von Einzelflächen überschreitet in der Regel die Kaufkraft ortsansässiger Landwirte.

Die Bundesregierung hat sich aufgrund einer Kleinen Anfrage mit den agrarstrukturellen Folgen einer Insolvenz der KTG Agrar befasst. In der Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen ging es unter anderem auch um die negativen Auswirkungen auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt und weitere Landkonzentrationen zu verhindern und die „gesunde Landverteilung“ zu schützen bzw. wiederherzustellen?

Kaufkraft überschreitet das Budget ortsansässiger Landwirte

Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort, dass aufgrund der Erfahrungen mit den Flächenverkäufen der KTG AGRAR SE im Jahr 2014 in Litauen und im Jahr 2015 in Deutschland davon ausgegangen wird, dass bei einem möglichen Verkauf von Einzelflächen oder ganzen Betrieben diese häufig von anderen Investoren erworben werden. Der Finanzbedarf für die Losgröße von Einzelflächen oder ganze Tochtergesellschaften überschreitet in der Regel die Kaufkraft ortsansässiger Landwirte. Im Ergebnis nimmt die Flächenkonzentration weiter zu.

BVVG verkaufte 1.100 Hektar an die KTG Agrar

Die BVVG hat seit dem Jahr 2005 in allen neuen Bundesländern insgesamt rund 1.100 Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen an 20 Unternehmen verkauft, die im kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht 2015 der KTG Agrar SE als deren Tochtergesellschaften bezeichnet sind. Die Summe der Kaufpreise betrug rund 6,1 Mio. Euro.

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